Facebook-Party bei der CSU: Seehofer im Social-Media-Rausch

In der Vergangenheit endeten Facebook-Partys häufig mit einem Polizeieinsatz. Horst Seehofer scheint das egal zu sein: Auf YouTube lässt der bayerische Ministerpräsident seine erste Facebook-Party ankündigen.

Text: Franziska Mozart

24. Apr. 2012

In der Vergangenheit endeten Facebook-Partys häufig mit einem Polizeieinsatz. Nachdem einige unbedachte Jugendliche aus Versehen ihre Geburtstagsfeiern öffentlich gepostet hatten, und die Berichte über Flashmobs zunahmen, gab es im vergangenen Jahr sogar die Forderung mehrerer Innenminister, Facebook-Partys generell zu verbieten. Dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer scheint das aber egal zu sein, er kündigt jetzt seine erste Facebook-Party an. Die Junge Union teasert die Party bereits auf ihrem Facebook-Auftritt an und ein Youtube-Video gibt es auch schon.

Details zur Party gibt es noch nicht, lediglich dass sie am 8. Mai, um 20 Uhr im Münchner Club P1 steigen wird, gibt die blonde, perlenohrring-behangene Jung-Unions-Anhängerin schon bekannt. Weitere Infos folgen demnächst auf Seehofers Facebook-Seite, heißt es. Mit dieser Häppchen-Taktik versucht sich der bayerische Ministerpräsident also bei den jungen Facebook-Nutzern anzubiedern - die Piraten lassen grüßen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Feier nicht auch von Partycrashern zum Anlass genommen wird, um einen Flashmob gegen Seehofer zu organisieren. Sonst könnten die Schlagzeilen bald heißen "Innenminister fordern Verbot von Facebook-Partys für Seehofer."


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