Facebook-Partys: Polizeigewerkschaft will Netzwerk blechen lassen

Weil Facebook-Partys über die Plattform initiiert werden, fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft nun, das Netzwerk an den Einsatzkosten zu beteiligen.

Text: Uli Busch

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Die Schlagzeilen über aus dem Ruder gelaufene Facebook-Partys häufen sich. Um solche unfreiwillig zu Großveranstaltungen gewordenen Privat-Feiern in den Griff zu bekommen, sind oft Polizei-Großeinsätze nötig. Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert deshalb nun, dass Facebook an den Einsatzkosten beteiligt werden soll. 

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagte gegenüber der "Bild": "Wer zu Facebook-Partys aufruft und damit einen Polizei-Einsatz auslöst, muss für die Einsatzkosten zahlen. Aber die Politik muss auch die gesetzliche Grundlage dafür schaffen, dass Facebook sich an den Kosten beteiligen muss." Das Unternehmen stelle schließlich die Plattform zur Verfügung und könne deshalb nicht so tun, als ginge es das alles nichts an.

"Eine kommerzielle Internetplattform, die so etwas ermöglicht, trägt ein großes Maß an Verantwortung", sagte auch Reinhold Gall, Innenminister von Baden-Württemberg der "Südwest Presse". Es gebe dazu bereits erste Gespräche auf Bundesebene, die Einsicht bei Facebook und Co. sei aber leider "nicht sehr ausgeprägt".


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