Facebook: Quartalsverlust schickt Aktienkurs auf neuen Tiefstand

Im ersten Quartalsbericht nach dem Börsengang weist Facebook einen Verlust von 157 Millionen Dollar aus. Weil auch das Wachstum hinter den Erwartungen zurückblieb, brach der Kurs nachbörslich um zehn Prozent auf 24 Dollar ein - ein neuer Tiefstand. Die Werbeeinnahmen stiegen um 28 Prozent auf 992 Millionen Dollar.

Text: Markus Weber

- keine Kommentare

Im ersten Quartalsbericht nach dem Börsengang verkündet Facebook einen Verlust in Höhe von 157 Millionen Dollar. Weil auch das Wachstum hinter den Erwartungen zurückblieb, brach der Kurs nachbörslich um zehn Prozent auf 24 Dollar ein - ein neuer Tiefstand. Beim Börsengang war das Papier zu einem Preis von 38 Dollar ausgegeben worden.

Vor einem Jahr hatte das soziale Netzwerk im Vergleichsquartal noch einen Gewinn in Höhe von 240 Millionen Dollar ausgewiesen. "Es gibt viele Herausforderungen, aber wir gehen sie an", sagte Firmengründer Mark Zuckerberg nun in einer Telefonkonferenz. Finanzchef David Ebersman meinte: "Wir sind enttäuscht darüber, wie sich der Aktienkurs entwickelt hat, aber wir sind das gleiche Unternehmen wie zuvor."

Ursachen für den Verlust sind die Entlohnung der Mitarbeiter durch Aktien (nach dem Börsengang) und dafür fällig gewordene Steuern. Auch die stark erhöhten Investitionen in die Produkte, in Technik und Marketing machen sich im Ergebnis bemerkbar. Die Investitionen waren zuletzt verdreifacht worden.

Die gute Nachricht: Der Zustrom neuer Mitglieder hält an. Ende Juni hatte Facebook 955 Millionen monatliche Nutzer - nach 901 Millionen Ende März. Vor einem Jahr waren es erst 739 Millionen. Manchen Analysten schmeckte allerdings nicht, dass der Zuwachs der täglichen Nutzer auf nun 552 Millionen nicht höher ausfiel.

Die Werbeeinnahmen stiegen um 28 Prozent auf 992 Millionen Dollar. Insgesamt kam Facebook auf einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar und damit 32 Prozent mehr als vor einem Jahr. (mw/dpa)


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.



0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit