GAFA :
Frankreich kämpft gegen Google und Apple

Die Dominanz der GAFA ist dem französischen Wirtschafts- und Finanzminister Brune Le Maire ein Dorn im Auge. Jetzt drohen juristische Konsequenzen.

Text: W&V Redaktion

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Brune Le Maire will Google und Apple vor das Pariser Handelsbericht zitieren. Sein Vorwurf: Die US-Konzerne drängen französischen Applikations- und Software-Anbietern ihre Konditionen auf, indem sie einseitig Verträge ändern, Preise festlegen und Daten übernehmen könnten.

Damit erhöht die französische Regierung einmal mehr den Druck auf die GAFA. Schon im Februar kritisierte Le Maire die Steueroptimierung der Internet-Giganten und forderte dazu auf, bis Ende 2018 eine Lösung zu finden, die auf EU-Ebene Anfang 2019 in Kraft tritt. Dabei fordert Frankreich eine Besteuerung des gesamten Umsatzes der US-Konzerne. Brüssel will laut eines Berichts von derStandard.at hingegen eher das niedrigere Werbeeinkommen als Kriterium heranziehen. Wie Le Maire durchblicken ließ, will Frankreich notfalls auch im Alleingang gegen die Steueroptimierung globaler Internet-Konzerne vorgehen.


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.