Etwa 2500 Partner hat die Firma derzeit, darunter auch viele "Talents", denen Mediakraft Vermarktungs-Starthilfe gibt.  Pressesprecher Moritz Meyer gelobt indes Besserung: "Wir nehmen die Situation auch zum Anlass , darüber nachzudenken, wie wir die Beziehung zu unseren Partnern besser machen können." Vielleicht müsste man auch die Leistungen transparenter machen. "Wir tun ja viel, sonst wären wir mit unseren Partnern in diesem Jahr nicht von 200 auf 450 Millionen Videoabrufe gewachsen."

Zu einem weiteren Vorgehen in der Causa Unge will er keine Stellungnahme abgeben, man wolle das Rechtsverfahren nicht beeinflussen. Den Vorwurf Unges, ein Mediakraft-Mitarbeiter habe ihm mit Privatinsolvenz gedroht, kommentiert Meyer so: "Woher die Drohung einer Privatinsolvenz kommen soll, können wir uns derzeit nicht erklären. Das entspricht ganz und gar nicht der Firmenpolitik von Mediakraft." Genau dieser Vorwurf wird von vielen Unge-Fans als zentral angesehen. Am gestrigen Montag hatten viele gefordert, Mediakraft solle sich endlich exakt dazu äußern.

Für Simon Unge selbst hat die ungeheure Popularität durchaus auch positive Effekte. Im Laufe des gestrigen Tages hat er in seinem neuen Youtube-Kanal Unge schon eine halbe Million neue Fans aufgegabelt. Das erste Video seines neuen Kanals hat bereits eine Millionen Klicks erzielt.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Eines davon dreht sich um ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.