Bei der TV-Werbung sinken die Reichweiten bei gleichzeitigen Preisanstiegen. "Für 2019 gehen wir daher davon aus, dass nur noch 4,72 Milliarden Euro in TV-Werbung fließen werden. Im Vergleich zu unserer Prognose von Dezember also 130 Millionen Euro weniger", so Korte. Das entspräche dennoch einer Steigerung um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fernsehwerbung sei für viele Werbungtreibende nach wie vor das "unverzichtbare klassische Kommunikationsinstrument, das nachweislich wirkt und in das in Zeiten der Unsicherheit ein eher höherer Anteil des zur Verfügung stehenden Marketingbudgets fließt."

Das am schnellsten wachsende traditionelle Medium ist die Außenwerbung. Hier erwartet Zenith zwischen 2018 und 2021 ein Wachstum um 4,4 Milliarden US-Dollar.

Der Rückgang der Printwerbung ist unaufhaltsam

Printwerbung ist dagegen weiterhin rückläufig. Zenith-Schätzungen zufolge werden die Ausgaben für Zeitschriftenanzeigen zwischen 2018 und 2021 um fünf Milliarden Dollar zurückgehen. Das Volumen bei den Zeitungsanzeigen dürfte um 6,3 Milliarden Dollar sinken. Zwischen 2013 und 2018 sank der Print-Anteil an der globalen Werbung von 24 Prozent auf 13 Prozent. Bis 2021 wird er wahrscheinlich auf neun Prozent schrumpfen.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.