Startup :
Go Butler macht deutschen Dienst dicht

Der deutsche Markt hat offenbar nicht gelohnt: Das Concierge-Startup GoButler zieht sich aus dem deutschen Markt zurück. Das Berliner Büro wird aufgelöst.

Text: Anja Janotta

06. Jan. 2016

Der deutsche Markt hat offenbar nicht gelohnt: Das Concierge-Startup GoButler zieht sich aus dem deutschen Markt zurück. Wie Gründerszene meldet, ist das Berliner Büro komplett aufgelöst worden. Gründer und CEO Navid Hadzaad sagte dem Dienst, dass der Service, bei dem man Dienstleistungen per SMS buchen konnte, hierzulande auf unbestimmte Zeit pausieren solle. Im April 2015 hatte GoButler bekannt gegeben, sich künftig auf den US-Markt konzentrieren zu wollen und 20 Mitarbeiter in Deutschland entlassen. Nun sollen, so Gründerszene, auch die restlichen deutschen Mitarbeiter gehen, ebenso wie die beiden Mitbegründer Jens Urbaniak und Maximilian Deilmann. Sie werden weiterhin Gesellschafter bleiben, sich aber aus dem operativen Geschäft zurückziehen.

Auf der Investoren-Liste von GoButler stehen aber weit prominentere Namen: In einer Finanzrunde vom Sommer hatte sich Schauspieler und Business Angel Ashton Kutcher an GoButler beteiligt, auch ProSieben-Moderator Joko Winterscheidt ist beteiigt. Ganz neu dabei ist nun auch der US-Musiker und Schauspieler Jared Leto. Trotz wenig Fortune im deutschen Markt, ist Hadaad in den USA eine große Nummer: Das US-Magazin "Forbes" hat ihn in die aktuelle Hall of Fame der "30 Under 30" gewählt, der wichtigsten Menschen unter 30 Jahren.

Der deutsche ist für Hausmeister-Startups offenbar ein schwieriger Markt. Im Sommer hatte der Putzhilfen-Vermittler Homejoy in Deutschland seine Pforten schließen müssen. Helpling, der direkte Konkurrent aus dem Stall von Rocket Internet, war wohl zu stark. Auch die GoButler sind Ex-Mitarbeiter von Rocket Internet.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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