F. Scott Woods :
"Gone Fishing": Facebooks erster Deutschlandchef geht

F. Scott Woods verlässt Facebook. Damit verliert die US-Firma ihren ersten Mitarbeiter in Deutschland. Für ihn heißt es erneut: "Gone Fishing".

Text: Leif Pellikan

F. Scott Woods verlässt Facebook. Damit verliert die US-Firma ihren ersten Mitarbeiter in Deutschland. In seiner Abschiedsmail schrieb er: "Bei Facebook gibt es den Spruch: 'Every Day Feels Like A Week'". Nach gefühlten 47 und faktischen knapp sieben Jahren ist es für ihn nun also an der Zeit, eine andere Richtung einzuschlagen. Sie lässt sich kurz und knapp mit "Gone Fishing" umschreiben - wobei er sich jetzt ausschließlich um seine Familie kümmern will. Eigentlich muss er nur die alten Visitenkarten hervorkramen. Als Chef von "Gone Fishing" hatte  er sich schon einmal auf Branchenterminen vorgestellt, nachdem er Google Mitte 2007 den Rücken gekehrt hatte. Dort war er vier Jahre lang als Head of Syndication - also für das Partnergeschäft - zuständig. Zuvor arbeitet Woods bei G+J EMS als Leiter Business Development.

Woods hatte als Country Director Facebook zwischen Mai 2009 und April 2015 groß gemacht. Er brachte vor allem Werbekunden dazu, viel Geld auf der Plattform zu lassen - Facebook gilt im deutschen mobilen Web als größter Vermarkter. Nach der Übergabe der Verantwortung an Marianne Dölz übernahm er in den letzten zwölf Monaten die Aufgabe, das Video-Vermarktungsplattform Liverail und das App-Werbenetzwerk Audience Network voranzutreiben. Sein Team und seine Partnern ließ er wissen, dass der Weg geebnet sei: Die Testphase der Facebooks Publisher-Produkte auf der Basis von People-Based-Marketing sei abgeschlossen. Er selbst zieht jetzt lieber den ein oder anderen Fisch aus dem Wasser - zuletzt war er, wie Facebook zu entnehmen ist, in der Karibik.


Autor:

Leif Pellikan
Leif Pellikan

ist Redakteur beim Kontakter und bei W&V. Er hat sich den Ruf des Lötkolbens erworben - wenn es technisch oder neudeutsch programmatisch wird, kennt er die Antworten. Wenn nicht, fragt er in Interviews bei Leuten wie Larry Page, Sergey Brin oder Yannick Bolloré nach.