Vor die eigentliche Gerätepräsentation, die live aus New York übertragen wurde, stellte Osterloh ein Bekenntnis zu Privacy. Die Software sei darauf ausgerichtet, Nutzern auf einfachem Weg den Schutz der eigenen Daten zu ermöglichen. Nicht fehlen durfte dabei auch ein umfangreiches Statement in Sachen Nachhaltigkeit. Die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen spielt dabei laut Google ebenso eine große Rolle wie die Verwendung von recycelten und recycelbaren Materialien. 

Die Spiele-Plattform Stadia sei ein sehr gutes Beispiel für sparsame Verwendung von Ressourcen. Mehr als den cloud-basierte Controller und einen Bildschirm brauche man dafür nicht. Das ist eine klare Kampfansage an die Hersteller von Gaming-Konsolen. Neu im Programm ist Pixelbook Go, das mit einigen Design-Besonderheiten wie geriffelter Oberfläche für besseren Halt daherkommen wird und außerdem mit einer besonders leisen Tastatur punkten soll.

Pixel 4 und Pixel 4XL

Radaralarm bei den Pixel-Phones: Generation 4 soll künftig dank Motion Sense auch ohne Berührung durch Gesten bedient werden können. Außerdem neu eine laut Google "besonders sichere Face-Unlock-Funktion": Die Daten von Face Unlock sowie andere Passwörter verlassen dabei, so heißt es, nie das Smartphone. Die Informationen werden demnach auf dem eigens entwickelten Titan M-Sicherheitschip gespeichert und seien so geschützt vor eventuellen Angriffen. 

Zentrale Kommandostelle der Telefone wird gleichzeitig immer mehr der Google Assistant, der auf den Pixel 4 in neuer Version zu finden ist. Nicht ganz überraschend zahlen viele der Funktionen auf eine umfassende Voice-Integration ein. Sprachbefehle und Text können dabei auch offline verarbeitet werden.

Die Königsdisziplin der Smartphones bleibt aber natürlich die Fotografie. Hier setzt Google weiter - und stärker als die Konkurrenten - auf die Kraft der hauseigenen Software. Im Pixel 4 findet sich ein "Hybrid aus optischen und digitalem Zoom", das Versprechen dabei ist ein kaum spürbarer Qualitätsverlust. Die Kamera-App selbst wartet mit einer ganzen Handvoll an zusätzlichen Funktionen auf, darunter eine deutliche Verbesserung des Porträt-Modus. 

Das Google Phone ist in Deutschland ab 749 Euro zu haben und ab 24. Oktober im Handel verfügbar. 

Smart Home

Immer wichtiger wird für Google ganz offensichtlich das Thema Smart Home in allen Variationen. Auch hier spielt die Vernetzung der einzelnen Geräte und der möglichst nahtlose Übergang in der Nutzung eine wichtige Rolle. Die neuen Smart Speaker sollen dank Google Assistant nicht nur die komplette Steuerung der heimischen Gerätelandschaft übernehmen können, sondern auch als Telefonstationen nutzbar sein. Der neue Speaker Nest Mini ist ab 22.Oktober für 59 Euro zu kaufen.

Kommunikation braucht gute Verbindung. Google hat auch hier Neues im Angebot und bietet ab Dezember die nächste Generation von Google WIFI und Routern an. All das übrigens unter dem neuen Branding Google Nest. Wieland Holfelder, als Vice President Engineering von München aus für Googles Sicherheitsarchitektur zuständig, verwies bei der deutschen Vorstellung in Berlin darauf, dass nun auch alle Nest-Geräte mit dem Google-Konto verknüpft sind. Für Holfelder außerdem wichtig: die zusätzlichen Sicherheitsfunktionen in Android. 


Autor:

Holger Schellkopf

Chefredakteur. Sozialisiert mit Print, konvertiert zu digital. Findet beides prima. Wild entschlossen, doch noch eine wirkliche Ahnung von der Sache mit dem Coden zu bekommen. Feste Überzeugung von @hschellk : Digital Journalism rocks! Versucht ansonsten, sich so oft wie möglich auf das Rennrad zu schwingen oder in die Laufschuhe zu steigen.