Klar wurde auch, dass Google mit dem "Pixel" iPhone-Nutzer im Visier hat: Es gibt einen Umzugs-Assistenten und sogar ein Adapter-Kabel. Zugleich könnte der Internet-Konzern aber auch dem Smartphone-Marktführer Samsung, der stark im Geschäft mit teuren Android-Telefonen ist, das Wasser abgraben. Deutschland gehört zu den Ländern, in denen das Telefon sofort vorbestellbar ist. Es ist ab 759 Euro im Google Store erhältlich, außerdem arbeitet der Konzern exklusiv mit der Deutschen Telekom zusammen. In den USA startet der Preis ab 649 Dollar.

Es sei das erste Smartphone, das komplett bei Google entwickelt worden sei, hieß es. Gebaut wird es laut Medienberichten vom Hersteller HTC.

"Hallo, wie kann ich Ihnen helfen?", diese Frage solle der Assistent über verschiedene Geräte hinweg beantworten, sagte Google-Chef Sundar Pichai zum Auftakt der Veranstaltung in San Francisco. "Das Ziel ist, ein persönliches Google für jeden einzelnen zu entwickeln." Der Assistent solle mit der Zeit auch Emotionen erkennen können, wenn ein Mensch mit ihm spricht, sagte Pichai.

"Wir bauen Geräte mit dem Google-Assistenten als Herzstück", erklärte Hardware-Chef Rick Osterloh. Dazu gehört auch der Lautsprecher "Home", der auf Sprachbefehl Aufgaben ausführen, Fragen beantworten und das vernetzte Zuhause steuern kann. Durch die Integration des Assistenten kann der Lautsprecher auf alles zurückgreifen, was Google weiß. Also zum Beispiel wie gerade der Verkehr ist, oder wie man ein Bier auf Spanisch bestellt. Amazon ist seit zwei Jahren mit einem ähnlichen Gerät namens "Echo" auf dem Markt, das demnächst auch in Deutschland verfügbar sein wird.

Google brachte bisher einmal im Jahr gemeinsam mit einem Hersteller wie LG oder HTC Telefone mit dem Markennamen "Nexus" heraus, die die Vorstellungen des Konzerns für die jeweils aktuelle Version seines Betriebssystems Android exemplarisch umsetzen sollten. Die Geräte eroberten allerdings keine großen Marktanteile.

Insgesamt laufen mehr als 80 Prozent der aktuell verkauften Smartphones mit Android. Das Geschäft mit teuren Modellen wird aber von Apples iPhones mit deren eigener Plattform und in der Android-Welt von Samsung beherrscht.

Wie erwartet gab es auch eine Brille für die Anzeige virtueller Realität, in die das "Pixel"-Smartphone eingeschoben werden kann. Die Oberfläche der Brille besteht auf Mikrofaser-Stoff statt Plastik wie bei der Konkurrenz. Das solle sie angenehmer in der Handhabung und rund ein Drittel leichter als vergleichbare Geräte machen. Google tritt zudem mit einem Kampfpreis gegen Konkurrenz-Angebote wie Samsungs Brille Gear VR an: Die "Daydream View" des Internet-Konzerns soll zusammen mit einem Controller voller Sensoren in den USA 79 Dollar kosten. (mit dpa)

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Ulrike App
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ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.