So verzeichnete das Werbegeschäft von Google, Alphabets Haupteinnahmequelle, weiterhin starkes Wachstum. Allerdings setzte sich der Trend fort, dass mit dem immer stärkeren Nutzung von Smartphones die Erlöse pro Klick auf eine Werbeanzeige sinken. Im vergangenen Quartal gingen sie um 23 Prozent zurück. Wie bisher konnte Google diesen Rückgang aber mit insgesamt 52 Prozent mehr bezahlten Klicks mehr als ausgleichen.

Außerdem fiel der am Markt besonders kritisch verfolgte bereinigte Umsatz, bei dem Abgaben an Partner-Websites abgezogen werden, mit 20,9 Milliarden Dollar deutlich bescheidener aus als die absoluten Anzeigenerlöse von knapp 22,7 Milliarden Dollar Erlöse. Porat zeigte sich dennoch zufrieden und hob das starke Wachstum bei mobiler Werbung hervor. Außerdem sprangen die Erlöse im restlichen Google-Geschäft, zu dem Geräte wie die Pixel-Smartphones oder der App-Store Google Play gehören, von 2,2 auf 3,1 Milliarden Dollar hoch.

In den anderen Alphabet-Bereichen, zu denen etwa der Smarthome-Spezialist Nest und die Roboterwagen-Firma Waymo gehören, kletterten die Umsätze im Jahresvergleich von 185 auf 248 Millionen Dollar. Zugleich konnte der operative Verlust hier von 855 auf 722 Millionen Dollar verringert werden. Experten hatten in der "andere Wetten" genannten Sparte, die teilweise sehr kostspielige Zukunftsinitiativen bündelt, mit einem deutlich höheren Minus gerechnet. Porat gilt als eine treibende Kraft hinter dem Versuch, die hohen Kosten dieser Geschäfte zu drücken.

Beim Konzernumsatz übertraf Alphabet die Erwartungen der Analysten mit einem Anstieg um 21 Prozent auf 26,0 Milliarden Dollar. Der nachbörsliche Kursrückgang wird dadurch relativiert, dass die Aktie im bisherigen Jahresverlauf bereits um mehr als 26 Prozent zugelegt hatte. (mit dpa)


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W&V Redaktion
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