Besonderes Augenmerk widmet das Kartellamt Mundt zufolge derzeit dem Schutz des Wettbewerbs in der Digitalwirtschaft. "Aktuell führen wir ein Verfahren gegen Facebook, sowie Sektoruntersuchungen zu Online-Werbung, Vergleichsportalen und Smart-TVs", zog Mundt bei der Vorstellung des Jahresberichts für 2017 eine Zwischenbilanz.

Kooperation mit französischer Wettbewerbsbehörde

Künftig werde die Behörde das Thema E-Commerce noch gezielter aufgreifen. Gemeinsam mit der französischen Wettbewerbsbehörde habe das Kartellamt ein Projekt zum Thema Algorithmen gestartet, sagte Mundt. Preise im Online-Handel werden inzwischen oft vom Computer festgesetzt, der mit seinen Algorithmen dabei eine Vielzahl von Faktoren von den Konkurrenzangeboten über die eigenen Lagerbestände bis hin zum Wetter berücksichtigt.

Der Kartellamtspräsident drängte den Gesetzgeber, den Wettbewerbshütern mehr Möglichkeiten zum Eingreifen zu geben. "Eine Stärkung des behördlichen Verbraucherschutzes vor allem im Internetbereich könnte einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, Missstände in der digitalen Wirtschaft schneller abzustellen." (dpa)


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W&V Redaktion
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