Das Modell läuft dann mit dem ausgesuchten Kleidungsstück durchs Wohnzimmer des Kunden - oder über den Bahnsteig, an dem er sich gerade die Wartezeit mit Shoppen vertreibt: Mithilfe der App platziert der Nutzer das Modell, wo er gerade ist.

Dafür müssen die Kleidungsstücke mit Modell natürlich erst einmal digitalisiert werden. Danach kann der Kunde dann aber am Modell, das für ihn eine Modenschau gibt, Farbe und Ausführung anpassen.

Produktion von AR-Videos

Inzwischen gibt es in Europa ein weiteres Studio, das zu volumentrischen Aufnahmen in der Lage ist. Nach dem auf AR und VR spezialisierten Pariser Studio Holooh (gemeinsam mit Inria), das Aufnahmen und Hologramme auf 170 Quadratmetern mit 68 Kameras anfertigt, ist nun auch das Betreiberkonsortium aus Arri, Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, Interlake System, Studio Babelsberg und UFA soweit, kommerzielle Aufnahmen anbieten zu können: Ebenfalls 170 Quadratmeter und 32 gleichzeitig aufnehmende Kameras werden am 11. Juni vorgestellt. Das Volucap Studio wird sich dann "begehbaren Filmen", Interaktivität und 3DHBR (3D Human Body Reconstruction) widmen.

Im Herbst 2017 nahm das Fraunhofer HHI den Prototypen des volumetrischen Videostudios für wissenschaftliche Zwecke in Betrieb. Mit dem Studio in Potsdam-Babelsberg startet nun die kommerzielle
Verwertung durch die Volucap GmbH für Auftragsproduktionen. Neben Werbekunden und Produktionen für digitale Medien stellen sich die Macher als interessante Einsatzgebiete beispielsweise Medizintechnik und industrielle Anwendungen vor.


Autor:

Susanne Herrmann
Susanne Herrmann

schreibt als freie Autorin für W&V. Die Lieblingsthemen von @DieRedakteurin reichen von abenteuerlustigen Gründern über Medien und Super Bowl bis Streaming. Marketinggeschichten und außergewöhnliche Werbekampagnen dürfen aber nicht zu kurz kommen.