Rassismus-Vorwürfe :
Kontroverse um Serena-Williams-Karikatur wird immer bizarrer

Nach dem US-Open-Finale veröffentlicht die  "Herald Sun" eine Karikatur der beiden Tennisspielerinnen Serena Williams und Naomi Osaka. Trotz Rassismus-Vorwürfen gießt das Blatt weiter Öl ins Feuer.

Text: Annette Mattgey

Serena Williams als trotziges Kleinkind - um diese Karikatur dreht sich der Streit.
Serena Williams als trotziges Kleinkind - um diese Karikatur dreht sich der Streit.

Emotionales Verhalten wird Frauen angekreidet, Männern verleiht es Helden-Status. Das ist einer der Gründe, warum Serena Williams die in der australischen Zeitung "Herald Sun" erschienene Karikatur so erbost. Sie ist jedoch nicht nur sexisitisch, sondern auch rassistisch, werfen Kritiker, darunter auch Prominente, dem Zeichner Mark Knight vor. Die Figur, die sich wie ein trotziges Kleinkind gebärdet, erinnert an Illustrationen aus dem 19. Jahrhundert, etwa für das Kinderbuch "Little Black Sambo". Williams' Gegnerin Naomi Osaka, obwohl von japanisch-haitianischer Herkunft und mit dunklen Haaren, wird als blonde, schlanke Weiße dargestellt. 

Die Zeitung "The Herald Sun", die im Besitz von Rupert Murdoch ist, wehrt sich jedoch gegen die Vorwürfe. Zusammen mit weiteren Karikaturen bekannter Persönlichkeiten und dem Titel "Welcome to PC World" wurde die Karikatur erneut am Mittwoch veröffentlicht - auf der Titelseite. "PC" steht für "Political Correctness" und meint eine diskriminierungsfreie Einstellung.

Die "Herald Sun" verteidigt die Karikatur:

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Und legt nach:

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"Satirefreie Zone" steht neben den Zeichnungen auf der Titelseite: "Wenn sich die selbst ernannten Zensoren von Mark Knight durchsetzen, wird unser neues politisch korrektes Leben sehr langweilig", schrieb die Zeitung. Knight verteidigte sich: Es ginge in der Zeichnung nur um Williams' Verhalten auf dem Tennisplatz, weder um Rassismus noch Sexismus.

Inzwischen hat sich Knight von Twitter verabschiedet, um seine Familie zu schützen. Allerdings überwiegen seiner Meinung nach diejenigen, die ihn unterstützen.

Williams hatte bei der Niederlage gegen die Japanerin Naomi Osaka im Finale der US Open drei Verwarnungen von Schiedsrichter Carlos Ramos erhalten, unter anderem weil sie ihren Tennisschläger zertrümmert hat. Die 36-Jährige warf dem Portugiesen Sexismus vor, weil er männliche Spieler für ähnliche Verhaltensweisen nicht gerügt hätte.

Ex-Tennisspieler wie Billie Jean King und Andy Roddick teilten Williams' Kritik:

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Die Diskussion bei Twitter:

Die Tochter von Martin Luther King Bernice King und Bestseller-Autorin Joanne K. Rowling melden sich neben anderen zu Wort.

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Es gibt auch Unterstützung für "Herald Sun":

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am/mit dpa


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".