Die guten Aussichten bewogen den Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont, seinen Anteil aufzustocken und Yoox-Net-A-Porter vollständig zu übernehmen. Der Konzern aus Genf lässt sich den Kauf des Internet-Luxusmodehändlers bis zu 2,8 Milliarden Euro kosten. Richemonts Umsätze beliefen sich 2017 auf 10,65 Mrd. Euro.

Die etablierten Luxusanbieter taten sich lange schwer mit dem Online-Handel. Startups hatten leichtes Spiel. Diese Gelegenheit nutzte Federico Marchetti, Gründer von Yoox. Er schaffte es, die Firma großzumachen. Im Jahr 2000 begann er in einer Garage in der Nähe von Bologna, das Online-Geschäft mit der Haute Couture voranzutreiben. Heute beliefert der Shop Kunden in 180 Ländern. 2015 erfolgte die Fusion mit der Richemont-Tochter Net-A-Porter. "Träumen und Neues schaffen zum Wohle unserer Kunden war schon immer meine Motivation", sagte der Mittvierziger nach der Bekanntgabe des Übernahmeangebots. Dabei hilft jetzt Richemonts Unterstützung: Zusätzliche Ressourcen sollen in Technologie, Logistik, Mitarbeiter und Marketing fließen.


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Für Markengeschichten, Kampagnen und Karriere-Themen hat sie ein besonderes Faible. Aus Bayern, obwohl sie "e bisi anners babbelt".