Phil Schiller :
Mac Pro: Apple-Marketingchef stellt neue Modelle in Aussicht

Apple hatte zuletzt die Zielgruppe der Kreativen etwas vernachlässigt. Doch jetzt kündigt Marketing-Chef Phil Schiller ein komplett neues Modell des Mac Pro an.

Text: W&V Redaktion

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Apple bringt 2018 einen neuen Mac Pro in die Läden.
Apple bringt 2018 einen neuen Mac Pro in die Läden.

Apple ist normalerweise sehr schweigsam, wenn es um neue Geräte geht. Doch Marketing-Chef Phil Schiller hat diese Regel gebrochen. Im kommenden Jahr werde es ein komplett neues Modell des Mac Pro geben, das seit 2013 unverändert verkauft wurde, so der Manager im Gespräch mit US-Medien. Dazu soll es auch doch wieder einen Monitor von Apple geben. Bis es soweit ist, wurden zunächst die Komponenten des bisherigen Pro-Computers aufgebessert - und im Laufe des Jahres werde ein auf professionelle Anwender ausgerichteter iMac-Tischrechner mit integriertem Bildschirm folgen.

Es ist höchst ungewöhnlich, dass Apple ein neues Modell mit rund einem Jahr Vorlauf in Aussicht stellt. Dem Konzern war zuletzt häufig vorgeworfen worden, die Profi-Nutzer zu vernachlässigen. Es war von Kreativen zu lesen, die auf Konkurrenz-Geräte mit Microsofts Windows-System gewechselt seien, weil sie nicht länger auf ein Update des Mac Pro konnten oder wollten. Und der Software-Konzern aus Redmond umwirbt diese Zielgruppe momentan offensiv, unter anderem mit dem "Creators Update" für Windows 10

Abschied vom Zylinder-Design

Apple-Manager Craig Federighi deutete an, dass der nächste Mac Pro nicht mehr die aktuelle ungewöhnliche Form eines Zylinders haben werde. Der Konzern habe sich mit der aktuellen Version in eine Ecke manövriert. "Wir wollten etwas mutiges und anderes machen. Damals waren wir uns aber nicht ganz dessen bewusst, dass wir das Design so sehr auf eine bestimmte Vorstellung zugeschnitten hatten, dass wir uns in Zukunft in der Kreis-Form gefangen wiederfinden würden", wurde er vom Tech-Blog "TechCrunch" zitiert. Das Design habe Grenzen bei der Temperatur-Regelung und damit auch der Leistung gesetzt.

Schiller schloss aus, dass der iMac für Profis einen Touchscreen wie einige Windows-Computer bekommen könnte. Aktuell benutzten nur einige wenige Prozent der Mac-User ein Pro-Gerät, räumte Schiller ein. Zugleich setzten 30 Prozent der Anwender mindestens einmal pro Woche eine Profi-App ein, etwa bei Musik-Bearbeitung, Videoschnitt oder Grafik-Design. (app/dpa)


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