Newspush: Zeitungen mit dpa und AFP

Nach mehreren Verzögerungen soll der elektronische Kiosk "Newspush" Anfang März öffnen. Die Agenturen dpa und AFP erlauben den beteiligten Verlagen, unter eigenem Namen auch Agentur-Inhalte anzubieten.

Text: Thomas Forster

Neues vom elektronischen Kiosk "Newspush“: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa), deren Wirtschaftsdienst dpa-AFX, die französische AFP und der Sport-Informations-Dienst erlauben nach Informationen des W&V-Schwesterblattes "Kontakter" jenen Verlagen, die sich an Newspush beteiligen, unter eigenem Namen auch Agentur-Inhalte über diesen Kanal anzubieten, die sie zuvor lizenziert haben. dpa plant aber nicht, selbst ins Endkundengeschäft einzusteigen.

Gegenüber Unipush Media, dem Betreiber des digitalen Zeitungskiosks auf dem iPhone, haben offenbar zusätzlich zwölf Verlage ihre Bereitschaft erklärt, Inhalte einzustellen. Gemeinsam stehen die Titel, die "Newspush“ werblich begleiten sollen, für eine (Print-)Verkaufsauflage von über zwei Millionen Exemplaren.

Von "dem wahrscheinlich größten journalistischen Nachrichtenangebot im App-Store“, spricht Unipush-Media-Chef Josef Roßmann. Er hält eine Million Downloads bis Ende 2010 für machbar. Für die User werden die App selbst sowie die Überschriften der Meldungen kostenlos sein. Wer die kompletten Artikel lesen möchte, bezahlt 79 Cent am Tag. Der Monatspreis pro Channel liegt zwischen 1,56 und 4,99 Euro.

Offenbar arbeitet Unipush Media außerdem an einer Möglichkeit, den Kiosk auf das iPad und das Google-Android-Handy auszuweiten. Der Wermutstropfen für Roßmann: Zum Soft-Launch, der auf März terminiert ist, werden zwar Agenturen, wohl aber kaum Verlage dabei sein. Offenbar ringen viele Häuser noch mit der technischen und vor allem der organisatorischen Anbindung.


Autor:

Thomas Forster

Thomas Forster ist Ressortleiter Neue Produkte bei der W&V. Er schreibt über Digital-, Medien-, Unternehmens- und Personal-Themen.