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Ferraris Forderung stützt sich auf Markenrechte

Nach Ansicht von Ferraris Anwalt Fabrizio Sanna missbraucht Plein das Ferrari-Logo, um seine eigenen Produkte zu bewerben. Das habe den Anschein einer Kooperation und bringe die beiden Marken, die nicht zu einander passen auf unerwünschte Weise zusammen. Nach Ansicht des Blogs „The Fashion Law“ könne das eine gute Grundlage sein. Die Verwendung teurer Marken insbesondere von Autos und anderen Statussymbolen als Requisiten in Filmen und Musikvideos ist ja eine gängige Praxis. Sind die Produkte einander jedoch irgendwie ähnlich, wie zum Beispiel in diesem Fall wegen der Farbe, könnte der Eindruck entstehen, es handele sich um eine offizielle Kooperation.

Der europäische Gerichtshof urteilte in einem ähnlichen Fall mit L’Oreal, es sei rechtswidrig, die Sogwirkung, Anziehungskraft und den Ruf einer Marke für seine Zwecke auszunutzen, indem eigene Marken oder Produkte ähnlich gestaltet werden.

Plein legt nach

Der Modedesigner macht klar: "Ich werde die Bilder nicht entfernen und erwarte eine Entschuldigung von Ferrari-Chef Louis C. Camilleri." Der Eklat ereignete sich bereits vor drei Tagen. Eine Entschuldigung wurde noch nicht gepostet.

BMW springt in die Schlacht

Letzten Sommer erst geriet Plein ins Kreuzfeuer, als er zwei Rapper zu seiner Fashion-Show einlud, die der Vergewaltigung, des sexuellen Missbrauchs und des Verkehrs mit Minderjährigen angeklagt waren. Auch damit möchte Ferrari nichts zu tun haben.

BMW hat davon möglicherweise nichts mitbekommen. Der bayerische Autobauer hat dem Designer angeblich ein neues Auto angeboten, das er für die Präsentation von Schuhen und sonstiger „Dinge“ nutzen dürfe.

Plein selber nutzt die Aufmerksamkeit um den juristischen Angriff geschickt aus und hat sie in eine Instagram-Challenge umgemünzt. Unter #PPKICKSGANG posten jetzt auch andere Besitzer von "Supercars" ihre Philipp-Plein-Schuhe auf heißen Blechen. Jeder der mitmacht, kriegt zehn Prozent auf das nächste Paar.


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W&V Redaktion
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