WhatsApp soll sich anderen Messengern öffnen

Er fordert gesetzlich vorgeschriebene Interoperabilität zwischen den Messengern. Das bedeutet, dass sich sie Messengerdienste einander öffnen und Schnittstellen anbieten müssen, damit man auch zwischen verschiedenen Anbietern Nachrichten hin und her schicken kann. So wie es seit jeher zwischen den unterschiedlichen Mobilfunkanbietern möglich ist. 

Auch Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz von der SPD, hatte diesen Vorschlag bereits vor einer Weile geäußert. Das müsse aber auf europäischer Ebene passieren, forderte sie. Denn um den Facebook-Konzern zu Änderungen zu bewegen, muss der Druck schon sehr hoch sein. 

Schließlich wäre es für WhatsApp ein herber Einschnitt: Der Netzwerkeffekt des Messengers würde verloren gehen. Und der ist der wohl wichtigste Grund für seine große Verbreitung. Mit einer Kompatibilität zwischen den Netzwerken, wären Nutzer nicht mehr gezwungen, einen bestimmten Dienst zu verwenden, nur weil Freunde, Familie, Kollegen und der Sportverein dort sind. 


Autor:

Verena Gründel

ist seit 2017 bei W&V, zuerst als Redakteurin im Marketingressort, jetzt als Mitglied der Chefredaktion. Sie schreibt am liebsten über Food-, Fitness-, Kosmetik- und Digitalthemen - und über spannende Marken- und Transformationsgeschichten. Wenn daneben noch Zeit bleibt, kocht und textet sie für ihren Foodblog und treibt viel Sport. Wenn sie länger frei hat, reist sie mit dem Auto durch die Welt, am liebsten durch Lateinamerika.