Kriminalität :
Polizei engagiert sich im Kampf gegen Fake-News

Im Kampf gegen gefälschte Meldungen im Internet ist die Polizei in Rosenheim mit deutlichen Mitteln in die Offensive gegangen. Sowohl per Facebook als auch per Twitter warnte sie davor, unseriöse Artikel zu verbreiten. 

Text: W&V Redaktion

- 4 Kommentare

Im Kampf gegen gefälschte Meldungen im Internet ist die Polizei in Rosenheim mit deutlichen Mitteln in die Offensive gegangen. Das Präsidium Oberbayern Süd veröffentlichte am Dienstag auf seiner Facebookseite und bei Twitter einen Facebook-Eintrag über eine angebliche Vergewaltigung - versehen mit einem breiten leuchtend-roten Banner samt der Aufschrift "Falschmeldung!". Darunter war auf einem dunklen Feld zu lesen: "Bitte TEILEN! Helft mit im Kampf gegen HOAX". Der Begriff Hoax steht für einen Schwindel oder eine falsche Meldung, die etwa im Netz verbreitet wird.

Heute Morgen wurden wir auf einen Facebook-Post mit folgendem sinngemäßen Inhalt aufmerksam gemacht:"Schwere...

Posted by Polizei Oberbayern Süd on Dienstag, 3. Januar 2017

"Immer wieder tauchen - vor allem in den sozialen Medien - Meldungen über angebliche Straftaten auf", teilten die Beamten dazu mit. Sie informierten Facebook über die Inhalte und verantwortlichen Personen. "Wir prüfen die strafrechtliche Relevanz solcher Postings insb. hinsichtlich des bewussten Vortäuschens von Straftaten sowie etwaige Aufwandsansprüche", hieß es weiter. Auf das Vortäuschen einer Straftat kann laut einem Sprecher eine Geld- oder Haftstrafe stehen.

Die Polizei rief alle Internetnutzer dazu auf, derartige Posts umgehend zu melden und nicht wahllos zu verbreiten. Und sie betont: "Wir berichten sachlich und offensiv bei tatsächlichen Vorfällen." Der öffentliche Hinweis auf Falschmeldungen ist für die Rosenheimer nicht neu. "Sowas machen wir immer mal wieder", sagte der Sprecher. "Wir wollen die Verbreiter aus der Anonymität holen." (dpa)


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4 Kommentare

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Anonymous User 4. Januar 2017

Aha, „Fakey...“ vertraut lieber falschen Nachrichten als der von ihm/ihr sicherlich so genannten „Lügenpresse“! Dass er/sie hinter Kampagnen gegen Fake-News auch gleich wieder „Zensur“ wittert, ist ebenso aufschlussreich. Er /sie weiß offensichtlich nicht, was Zensur überhaupt bedeutet. Gnade der späten Geburt? Nichts aus dem Geschichtsunterricht mitgenommen?

Anonymous User 4. Januar 2017

Was ist eigentlich aus der Fake-News über die angeblich russischen Hacker geworden, die Clintons hinterhältige Machenschaften gegenüber Bernie Sanders bloßgestellt haben? Nun die Washington Post musste zurückrudern. Gab ja aucch von Anfang an lediglich Behauptungen und keine Beweise. Aber schön, so hat man dann die ganze Zeit ne Show über eine Ente veranstaltet, statt mal investigativ tätig zu werden, was die Machenschaften von Frau Clinton angeht. Ging ja nicht, die sollte ja präsidentin werden. Dieses erneute Versagen der Medien wird jetzt merkwürdiger Weise nicht so breitgetreten wie die angeblichen "russischen Hacker". Dieser Fake-News-Schwachsinn ist einfach nur wieder eine Kampagne, um Zensur zu etablieren. Mit Lügen ansich hat man kein Problem, es kommt nur darauf an wer lügt. Konzernmedien kann man einfach in die Tonne kloppen, so sieht's aus.

Anonymous User 4. Januar 2017

Nun, Herr Baum, Ihr Kommentar ist wieder einmal typisch für die ach so besorgten Bürger! Warum soll die Polizei Fake-News, die längst zu einer Landplage geworden sind, nicht als solche kennzeichnen? Dass ausgerechnet Sie als vermutlicher AfD- bzw. PEGIDA-Sympathisant sich noch nicht einmal scheuen, Orwell herbeizurufen, ist Perfidie (oder Dummheit?) pur. Es wird höchste Zeit, die Pflicht zur Nennung von Klarnamen in den Netzwerken einzuführen, damit die Verursacher und Verbreiter falscher Nachrichten bestraft werden können, und das ist durchaus „Sache der Polizei“!

Anonymous User 4. Januar 2017

Der Orwell-Staat und sein Wahrheitsministerium lassen grüßen.
Es ist nicht Sache der Polizei, Posts (wo auch immer) zu bewerten.
Und der Verweis auf "bewusste Vortäuschen einer Straftat" ist selbst ein Fake, weil eine Irreführung, denn selbstverständlich ist die Wiedergabe eines Berichts oder ein Bericht selbst keine Vortäuschung einer Straftat.
Wirklich eklig, mit welchen perfiden Methoden hier versucht wird, die Grundfreiheiten einzuschränken.

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