G20 :
Polizei Hamburg "enttarnt" den "Postillon"

Atomraketen in Hamburg? Das Social-Media-Team der Polizei Hamburg gibt auf Twitter Entwarnung.

Text: Ulrike App

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Auch der Postillon betreibt einen "Live-Ticker".
Auch der Postillon betreibt einen "Live-Ticker".

Achtung Satire: Mit einem Tweet hat die Hamburger Polizei am Freitag klargestellt, dass sie zur Deeskalation der Lage rund um den G20-Gipfel in der Hansestadt keine Atomraketen einsetzen werde.

Die Satireseite "Der Postillon" hatte vermeldet, die Behörden hätten eine Atomrakete aufgefahren, um sie nach den Krawallen notfalls einzusetzen, sollte die Stimmung wieder kippen. Dabei zitiert das Satireblatt einen angeblichen Polizei-Sprecher: "Wir wollen das Recht aller wahren, zu demonstrieren und ihre Meinung zu äußern. Daher wollen wir die Atomrakete nur im absoluten Notfall einsetzen, etwa wenn jemand vermummt ist oder mit Steinen und Flaschen wirft." 

Der Beitrag wurden bis Freitagabend bereits über 10.000 Mal geteilt. Tausende kommentieren die erfundene Meldung, viele finden diesen Scherz geschmacklos. 

Die Polizei ist zwar keine Geschmackspolizei, doch die Beamten twitterten daraufhin: "Fake! Wer es noch nicht mitbekommen hat: Der Postillon ist eine Satire-Seite!".

Die Hamburger hatten extra für den G20-Gipfel ihr Social-Media-Team aufgestockt. Jeweils zwischen zehn und zwölf Beamte sind tagsüber im Einsatz, in den Nächten zwei.

Der "Postillon" ist anscheinend auf den Geschmack gekommen und legt nach.


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Ulrike App
Ulrike App

ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.



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