CRM :
Saturn führt Kundenkarte mit mehreren Levels ein

Bei Saturn ist es jetzt ähnlich wie beim Judo: Schwarz ist die Top-Kategorie. Wer sich am neuen Loyalitätsprogramm beteiligt, kann sich nach oben arbeiten.

Text: Annette Mattgey

Mit der Saturn Card will die Handelskette seine Kunden personalisierter ansprechen.
Mit der Saturn Card will die Handelskette seine Kunden personalisierter ansprechen.

In Sachen kundenzentriertes Marketing hat der Elektonikfachmarkt Saturn die nächste Stufe erreicht: Ab sofort führt Saturn deutschlandweit das Kundenvorteilsprogramm Saturn Card ein. Die Anmeldung dazu erfolgt in einem der 155 Märkte, online unter www.saturncard.de oder via App. Für Saturn ist das Loyalty-Programm eine Premiere, bei der Schwester Media-Markt besteht der Kundenclub seit rund einem Jahr. 

"Mit der Einführung der Saturn Card schlagen wir ein neues Kapitel der Kundenbindung bei Saturn auf", so Carsten Strese, COO bei Media-Markt Saturn Deutschland und verantwortlich für den Vertrieb von Saturn. "Bei der Konzeption des Programms haben wir uns sehr bewusst für ein Statuslevel-System entschieden, das es im deutschen Handel so noch nicht gibt. Wir setzen dabei getreu dem Motto 'Je mehr Technik, desto mehr Vorteile' darauf, Technikfans nicht nur geldwerte Vorteile zu bieten. Vielmehr wollen wir die Beratungskompetenz von Saturn auch dadurch unterstreichen, dass jede einzelne Statusstufe besondere Mehrwerte in Sachen Einkauf, Service und Komfort bietet."

Der "Beginner"-Status ist die weiße Saturn Card. Durch das Sammeln von so genannten "Bits" kann man sich über orange und blau zu schwarz vorarbeiten. Dabei schlägt nicht nur der Einkauf online oder vor Ort zu Buche, positiv wirken auch Produktbewertungen, Weiterempfehlungen und Profilangaben.

Das Thema Multichannel-Strategie und effiziente Zielgruppenansprache hat Media-Markt Saturn schon länger auf dem Schirm. Im W&V-Interview vor gut zwei Jahren formulierten die Media-Markt- und Saturn-Chefs Pieter Haas und Wolfgang Kirsch schon damals, wohin sich das Marketing entwickelt wird: "Ein Flyer funktioniert wirklich noch immer, aber wir müssen trotzdem  eine neue Balance finden aus traditionellem Marketing, und digitalem Marketing und wir müssen über CRM unsere Kunden personalisierter ansprechen."

Das ist nun dank der neuen Saturn Card leichter möglich, so Strese: "Sie hilft uns dabei, unsere Kunden noch besser zu verstehen. So wollen wir zum Beispiel Kunden, die eine hohe Gamingaffinität haben, gezielt mit passgenauen Angeboten und Themen ansprechen, genauso wie Kunden, die sich für Gesundheit und Fitness interessieren oder sich ein Heimkino anschaffen möchten. So stellen wir sicher, dass jeder genau die Informationen erhält, die ihn besonders interessieren."

Ob sie die Karte tatsächlich physisch bei sich tragen wollen oder als digitales Konto in der Saturn-App führen wollen, bleibt den Kunden überlassen. Die Mitgliedschaft ist kostenlos und kann jederzeit gekündigt werden. Schon für die Einsteiger gibt es u.a. ein verlängertes Umtauschrecht, eine kostenlose Service-Hotline und das Digitalabo des Kundenmagazins "Turn on". Für die Stammkunden kommen dann noch günstigere Lieferkonditionen und exklusive Sonderangebote hinzu.


Autor:

Annette Mattgey, Redakteurin
Annette Mattgey

Seit 2000 im Verlag, ist Annette Mattgey (fast) nichts fremd aus der Marketing- und Online-Ecke. Das Schwesterblatt LEAD digital begleitet sie seit 2011 treu online und versucht, dafür ordentlich Buzz bei Facebook und Twitter zu machen. Ausflüge zu W&V sind durchaus willkommen, insbesondere wenn es um Kampagnen und Karriere-Themen geht.