Wie Medien per Sprachbefehl gesteuert werden

Die Deutsche TV-Plattform (der über 50 Anbieter aus dem TV-, Streaming- und Technologiesektor bündelt) interessierte sich in ihrer Studie speziell auch für die Frage, wie Verbraucher die Spracheingabe einsetzen, um ihren Bewegtbild-Konsum zu steuern. Werden Siri & Co einmal die Fernbedienung ersetzen?

Trotz des positiven Wachstums-Trends der neuen Sprachassistenten dauert das wohl noch: Nur 14 Prozent der von der GfK befragten Personen steuern derzeit ihre TV- und Streaming-Geräte per Sprachbefehl. Unter denjenigen, die digitale Sprachassisten einsetzen, gibt es klare Präferenzen: Die meisten suchen nach Inhalten (55 Prozent), möchten Filme und Serien (53 Prozent) beziehungsweise ihre Smart-TV-Apps starten (46 Prozent) oder zwischen TV-Programmen hin- und herspringen (40 Prozent).

Auf der Wunschliste für die Zukunft steht die Programmierung von Aufnahmen ganz oben (28 Prozent), gefolgt vom Vorlesen von Film-Infos (18 Prozent). Mehr als die Hälfte glaubt, dass die Fernbedienung künftig von der Sprachbedienung abgelöst wird.

Welche Bedenken es gibt

Wer Sprachassisten nicht nutzt sagt dagegen, die Bedienung sei noch zu umständlich (28 Prozent). Der Datenschutz spielt auch eine gewisse Rolle. Doch die überwiegende Mehrheit der Befragten äußert nur geringe oder gar keine Bedenken (70 Prozent).


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.