Twitter-Kampagne :
So begleiteten Ebay und Achtung den "Tatort"

Ebay und die Hamburger Agentur Achtung haben gemeinsam mit Hilfe von zwei erfolgreichen Influencern ein Live-Shopping-Event auf Twitter veranstaltet. 

Text: W&V Redaktion

- 5 Kommentare

Die Twitter-Analyse des BR zeigt, dass rund 9000 Tweets pro Tatort abgesetzt werden.
Die Twitter-Analyse des BR zeigt, dass rund 9000 Tweets pro Tatort abgesetzt werden.

Bereits letzte Woche kommentierte die Münchener Polizei im Faktencheck den "Tatort" auf Twitter. Diese Woche wurde die Kriminalreihe gemeinsam von Ebay und der Hamburger Agentur Achtung auf der Social-Media-Plattform begleitet - und die haben sich etwas Besonderes einfallen lassen: die Aktion "Social Thriller Shopping". 

Twitterin Marie von den Benken sowie Moderator Rob Vegas zwitscherten parallel zum "Tatort". Dabei streuten die zwei Influencer zwischen sarkastischen und hämischen Kommentare immer wieder Links ein, die zu Ebay führten. Dort fanden sich die passenden Produkte zum aktuellen Tatort.

Insgesamt wurden 117 Tweets über verschiedene Accounts verschickt (@robvegas, @bonitotv, @regendelfin, @ebayDE etc). Zwanzig dieser Kommentare beinhalteten einen Werbelink, der mit dem #Sponsored gekennzeichnet wurde, um den kommerziellen Charakter hervorzuheben. Von den Benken lieferte sechs solcher Tweets, wohingegen Vegas auf 14 Werbelinks kam.

 

Mit dem Ende der Sendung hatten die beiden Influencer 97 Tweets verschickt, die auf 413 Retweets kamen, mehr als 220.000 Impressions und 1.746 Likes generierten. 

Ebay und Achtung haben also den Hype rund um die Krimireihe geschickt genutzt: Denn, getwittert wird beim "Tatort" immer - egal, um was es geht. Wie eine Auswertung des Bayerischen Rundfunks zeigt, löst der Kultkrimi im ARD einen Twitterhagel von 9.000 Kommentaren pro Folge aus. 


Autor:

W&V Redaktion
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5 Kommentare

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Anonymous User 1. November 2016

Die Idee war in der Tat "richtig gut" - als Borussia Dortmund sie vor 3 Wochen hatte und die BVB Bettwäsche im Tatort vom 9.10. entsprechend originell kommentierte.

Anonymous User 1. November 2016

Da Ignoranz in erster Linie für Unwissenheit, bzw Dummheit steht ist die Wortwahl gewagt, ebenso auch die Interpretation der Anzahl der Likes/Dislikes.
Das es nicht zu einem veritablen Shitstorm kam, dürfte an der Beliebtheit der Protagonisten liegen. Den wahrscheinlichen Nutzen der Aktion hat ein Vorposter bereits beschrieben.
Positiv an der Aktion fand ich lediglich, dass die Tweets zum größten Teil als #Sponsored markiert waren, ansonsten denke ich nicht, dass sich die Beiden Protagonisten einen Gefallen getan haben. Letzlich steht es aber jedem frei mit seinen Social Media Accounts zu machen was er/sie will. Wenn die Aktion wiederholt werden sollte und an Penetranz zunimmt, könnte ich mir vorstellen, dass Follower Ihre Eigene Kosten/Nutzen Rechnung aufstellen und werbenden Accounts einfach für die Dauer der Aktion entfolgen.

Anonymous User 1. November 2016

"Model und Twitterin Marie von den Benken und Moderator Rob Vegas, die gemeinsam über 87 Millionen Follower erreichen."

Aber: k = Kilo = 1000. Also theoretisch 87 k Menschen erreichen. Wenn diese denn alle die Tweets zu der Aktion gesehen hätten (und es bei den Followern keine Überschneidungen gibt).

Anonymous User 1. November 2016

Und das Ebay mit solchen Werbetweets den Feed zuspammt finden die Leute richtig geil? Mit solchem Spamkram bekommt man die Rechnung von den Leuten später serviert. In Zeiten von Content Marketing, AdBlockern etc. weiss man doch eigentlich das Werbung die Leuten auf den Sack geht, nicht mehr funktioniert. BTW: Wie ist eigentlich die Conversion von der Kampagne? Wenn es gut war, wurden vielleicht 100 Bestellungen gettriggert, sagen wir mal 60€ Warenkorb, also 6.000€ Umsatz, setzen wir mal 10% ebay-Gebühren an. Macht 600€ Einnahmen für welche Kampagneninvestition?

Anonymous User 31. Oktober 2016

Komisch, bei einer richtig, richtig guten ACHTUNG! Idee/Aktion, kommen gar keine Neidposts?! Und kaum Likes/Dislikes? "Ignoranz" ist wahrscheinlich das neue "Kompliment", Mirko. Weitermachen! Bend the Limits!

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