So setzt die Event-Branche Social Media ein

Viele Veranstalter schöpfen das das Potential von Social Media noch nicht aus: Die Mehrheit veröffentlicht nur zwischen einem und zehn Inhalten pro Woche. Eine Studie zeigt die Gründe dafür auf und gibt der Branche Anwendungstipps.

Text: Uli Busch

25. Jul. 2012

Für die Vermarktung von Events ist Facebook der wichtigste Social Media Kanal. 84 Prozent der Veranstalter setzen das weltweit größte Netzwerk ein, dann folgen mit großem Abstand Twitter (61 Prozent) und Xing (46 Prozent). Das zeigt die internationale Studie "Social Media & Events Report 2012" von Amiando, einem Anbieter von Eventmanagement-Software, für die 1000 Veranstalter befragt wurden. Immer weniger Bedeutung als Vermarktungsweg kommt Blogs zu: Sie verlieren gegenüber der Befragung 2011 um sechs Prozentpunkte. Insgesamt setzt sie nur noch etwa ein Drittel der Befragten ein.

Die meisten Umfrageteilnehmer sind nicht allzu aktiv in den Social Media Kanälen: 37 Prozent veröffentlichen nur bis zu drei Inhalte pro Woche. Weitere 30 Prozent allerdings immerhin bis zu zehn. Jeder zehnte stellt wöchentlich mehr als 25 Inhalte auf Social Media Plattformen ein. Vor allem Zeitmangel (54 Prozent) wird als Hauptproblem angegeben, warum die Veranstalter das Potential von Social Media noch unzureichend ausschöpfen. Als weiterer Grund wird von einem Drittel "mangelndes Personal" genannt. Vor einem "Social Media Desaster", also etwa einem Shitstorm, haben nur zwölf Prozent Angst.

Diejenigen, die Social Media als Marketingtool einsetzen, beobachten auch Erfolge: Mehr als die Hälfte sind der Meinung, dadurch die Bekanntheit einer Veranstaltung (53 Prozent) bzw. ihrer Marke (51 Prozent) gesteigert zu haben. 41 Prozent glauben mittels Social Media die Kundenbindung erhöht zu haben. Eine Steigerung der Ticketverkäufe haben 16 Prozent beobachtet.

Der Report bietet zudem eine Übersicht, welche Social Media Instrumente Event-Veranstalter am effektivsten in welcher Phase einsetzen sollten.


0 Kommentare

Kommentieren

Diskutieren Sie mit