Im internationalen Vergleich der Altersgruppen zeigt sich laut der GfK-Studie auch, dass es vor allem den Menschen zwischen 30 und 39 Jahren wichtig ist, ständig und überall erreichbar zu sein: Knapp die Hälfte stimmt hier der Aussage zu, dass dies wichtig ist - dicht gefolgt von den 20- bis 29-Jährigen (45 Prozent) und den Teenagern (43 Prozent). Einen Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Zustimmung gibt es der Umfrage zufolge nicht.

Insgesamt sei die Zahl der Krankheiten wegen psychischen Störungen in den vergangenen Jahren massiv gestiegen, sagt Scharnhorst. "Und das Thema "Ständige Erreichbarkeit" ist seit Jahren schon ein Teil davon." Noch ungesünder sei es, wenn der Druck für Erreichbarkeit nicht von den Freizeit-Kontakten, sondern von der Arbeit komme. Einige Unternehmen regeln zum Gesundheitsschutz ihrer Angestellten deshalb inzwischen sogar den Einsatz von Smartphones oder Tablets in der Freizeit.

Die Länder-Unterschiede zwischen den 27 000 befragten Internetnutzern von 15 Jahren an führen Experten auf die Unterschiede in den Kulturen zurück. "Es gibt Kulturen, da sind der familiäre Zusammenhalt und die Menge an Kontakten viel größer. Da kommen schon mehrere Hundert zur Hochzeit", sagt Scharnhorst. Daraus resultierten andere Ansprüche an soziale Netze und andere Traditionen.

Die Expertin rät dennoch dazu, dass Handy auch mal auszumachen: "Wir brauchen einfach Zeiten, wo wir komplett abschalten können und nicht noch mit halbem Gehirn im Arbeitsmodus sind", warnt sie.

Infografik: Deutsche möchten nicht immer erreichbar sein | Statista
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W&V Redaktion
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