Studie: Banken-Apps müssen besser werden

Die deutschen Banken sind mit ihren Apps noch längst nicht auf der Höhe der User-Erwartungen. Nur für drei der zehn wichtigsten Funktionen, die Nutzer von ihrer Banking-App erwarten, ist das Angebot der Banken ausreichend, zeigt eine aktuelle Studie.

Text: Anja Janotta

27. Mar. 2012

Die deutschen Banken sind mit ihren Apps noch längst nicht auf der Höhe der User-Erwartungen. Nur für drei der zehn wichtigsten Funktionen, die Nutzer von ihrer Banking-App erwarten, ist das Angebot der Banken ausreichend. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von MyPrivateBanking Research, in der die Apps von 50 weltweit führenden Topbanken mit den Erwartungen der Nutzern verglichen wurden. Auch die Commerzbank, Volksbanken, Sparkassen, Commerzbank, Deutsche Bank und Postbank wurden untersucht.

Die Nutzer verlangen vor allem hohe Standards bei der Sicherheit und komfortable Suchfunktionen nach Filialen und Geldautomaten. Aber auch Angebote für den Wertpapierhandel und vielfältige Interaktionskanäle zur Bank und zum Berater sind sehr wichtig. Weniger bedeutend ist für den Nutzer das Angebot von Instrumenten zur Finanzplanung, Unternehmensinformationen oder Research-Berichten.

Doch die Banken genügen nur selten den geforderten Funktionen. Zwar sind Kontoübersicht und Filialsuche noch in 84 Prozent der Apps zu finden, aber 40 Prozent bieten nur einen Wertpapierhandel an, und nur 18 Prozent verlinken mit dem Facebook-Profil. Ganz besonders kritisch ist es um die Sicherheit bestellt. Nur 30 Prozent erfüllen die geforderten erhöhten Sicherheitsbedingungen. Eine Chat-oder Messaging-Funktion mit einem Berater gibt es nur zu 36 Prozent. "Wir sehen eine große Lücke zwischen den Angeboten der Banken und den Erwartungen der Nutzer“, fasst Researchleiter Steffen Binder die Ergebnisse. „Banken müssen sofort beginnen nicht nur sämtliche Banking-Angebote in ihre Apps zu integrieren, sondern auch die bevorzugten Kommunikationskanäle der Kunden, sei es E-Mail, Facebook oder Twitter.”


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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