Studie: Privatsender bieten die attraktiveren Online-Informationen

ARD und ZDF stellen eine Fülle von begleitenden Informationen ins Netz. Doch weniger als die Hälfte der Zuschauer, die im Web nach Zusatzinfos und Videos suchen, nutzen dieses Angebot der Öffentlich-Rechtlichen.

Text: Kay Städele

05. Jul. 2012

ARD und ZDF stellen eine Fülle von begleitenden Informationen ins Netz. Doch weniger als die Hälfte der Zuschauer, die im Web nach Zusatzinfos und Videos suchen, nutzen dieses Angebot der Öffentlich-Rechtlichen. Das liegt vermutlich auch an der älteren Zielgruppe von ARD und ZDF. Bei RTL (78,9 Prozent) und ProSieben (77,6 Prozent) nutzen über drei Viertel ihr Smartphone, Tablet oder Laptop, um weitere Inhalte abzurufen, bei Sat.1 tun dies immerhin noch 63,3 Prozent. Das ergab die Studie "Second Screen Zero - die Macht des zweiten Bildschirms" der Unternehmensberatung Anywab, die rund 1000 Second-Screen-Nutzer zu ihrem Verhalten befragte.

Laut Studien gehen bereits 49,9 Prozent der Nutzer parallel zum TV ins Internet. Besonders aktiv sind dabei die 14- bis 24 Jährigen (55 Prozent). Auch die 25- bis 39-Jährigen schauen noch mehrheitlich TV-begleitend ins Netz (52 Prozent), wenig überraschend hinken die 40- bis 49-Jährige mit 41 Prozent hinterher. Aufgrund dieser Zusammensetzung profitieren die Privaten vor allem mit ihren Unterhaltungsformaten wie „DSDS“, „Germany’s next Top-Model“ oder „The Voice“ von der internet-affinen jungen Zielgruppe.

Die meisten Second-Screen-Nutzer rufen mit ihrem Laptop die Zusatzinhalte ab (79,2 Prozent). Über das Smartphone kommen 61,5 Prozent zu den Senderangeboten, ein Tablet ist nur bei 16,2 Prozent im Einsatz.


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