Suite101 startet Regional-Themen

Das Autorennetzwerk Suite101 steigt mit SuiteHome in die regionale und lokale Berichterstattung ein. Chefredakteur Dirk Westphal sieht große Wachstumschancen in diesem Markt - auch durch die Pay-Walls der Mitbewerber.

Text: Ralph-Bernhard Pfister

Heute startet Suite101 mit SuiteHome flächendeckend in die lokale und regionale Berichterstattung.Der Markt für dieses Feld im Netz wächst laut Chefredakteur Dirk Westphal massiv. "Das wird sich in den nächsten Jahren sehr stark entwickeln, was die Leser, die Inhalte, aber auch die Werbungtreibenden angeht.“ Inhaltlich soll die gesamte Bandbreite von Stadtgeschichte über Porträts bis hin zu Tipps für Bürger oder Lokalpolitik abgedeckt werden. Das Angebot startet in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg.

Westphal sieht sich gut gerüstet für die Ausweitung: "Unsere Gesamtreichweite liegt bis auf wenige Ausnahmen deutlich über der Online-Reichweite deutscher Regionalzeitungen.“ Für Paid-Content-Modelle zu solchen Inhalten sieht er keine realistische Chance – außer für die eigene Expansion: "Wenn andere Anbieter Paid Content versuchen, ist das für uns ein zusätzlicher Vorteil, eventuell entstehende Lücken zu besetzen.“ Auch in dem Konzept von Suite101, die Inhalte von Autoren und Redaktion betreuen zu lassen, sieht das Unternehmen einen Vorteil gegenüber den Modellen, die auf automatisierte Portale setzen. "Wir sind davon überzeugt, dass es am Ende immer Menschen sein werden, die die besten und nachvollziehbarsten Entscheidungen treffen", so Westphal.

Im vergangenen Jahr hat Suite101 nach eigenen Angaben die Leserzahlen verdoppelt. Hier will die Burda-Beteiligung noch Tempo zulegen. Auch die Vermarktung steht auf der Agenda des Unternehmens, hat aber keine Priorität. Die Zielsetzung benennt Westphal klar: "Wir wollen im deutschsprachigen Raum wie auch international unsere Position als das beste und größte Autorennetzwerk ausbauen.”


Autor:

Ralph Pfister
Ralph-Bernhard Pfister

Ralph Pfister ist Koordinator am Desk der W&V. Wenn er nicht gerade koordiniert, schreibt er hauptsächlich über digitales Marketing, digitale Themen und Branchen wie Telekommunikation und Unterhaltungselektronik. Sein Kaffeekonsum lässt sich nur in industriellen Mengen fassen. Für seine Bücher- und Comicbestände gilt das noch nicht ganz – aber er arbeitet dran.