Crowdsourcing :
Telekom unterstützt mit Spiel "Sea Hero Quest" Demenzforschung

Die Deutsche Telekom hat sich für eine ungewöhnliche Corporate-Aktion entschieden. Das Unternehmen sammelt mit dem Spiel "Sea Hero Quest" Daten für die Demenzforschung.

Text: W&V Redaktion

Die Telekom sammelt mit dem Spiel "Sea Hero Quest" Daten für die Demenzforschung.
Die Telekom sammelt mit dem Spiel "Sea Hero Quest" Daten für die Demenzforschung.

Die Deutsche Telekom hat sich für eine ungewöhnliche Corporate-Aktion entschieden. Die Bonner wollen die Demenzforschung unterstützen - mit dem Spiel "Sea Hero Quest". Die Aufgabe des Games: Die Daten der User sollen für Grundlagenforschung genutzt werden. Zu den Telekom-Partnern gehören die gemeinnützige Organisation Alzheimer's Research, das University College London, die Universität von East Anglia und der Spieleentwickler Glitchers

Die Wissenschaftler erhoffen sich Erkenntnisse über das Navigationsverhalten und die räumliche Orientierung bei gesunden Spielern. Die Forscher haben zumeist vor allem Zugang zu Daten von bereits erkrankten Menschen, dafür fehlen aber Vergleichswerte von Gesunden. 

Laut dem Unternehmen leben weltweit knapp 50 Millionen Menschen mit Demenz (Quelle: "Global Alzheimer’s Report 2015").

"Weltweit verbringen Menschen drei Milliarden Stunden mit Onlinespielen, insbesondere auf Smartphones – pro Woche! Da wir bei der Telekom an die Kraft des Teilens glauben, haben wir überlegt, wie wir viele Menschen für die Idee begeistern können, Spielen und gleichzeitig Gutes tun miteinander zu verbinden", so Hans-Christian Schwingen, Markenchef der Deutschen Telekom.

"Sea Hero Quest" gibt es für Smartphones und Tablets. Die Spieler begeben sich auf eine Entdeckungsreise und steuern ein Boot. Interessierte finden die Anwendung im Google Playstore und im Apple Appstore. Ein Spot und eine Website machen auf das Spiel aufmerksam (#gameforgood).

"Dieses Projekt bietet erstmals die Chance zu untersuchen, wie sich tausende von Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen räumlich orientieren. Es hilft Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie wir unser Gehirn beim Navigieren nutzen", sagt Hugo Spiers vom University College London.

Hilary Evans, Geschäftsführerin der Organisation Alzheimer's Research, spricht von einem "unschätzbaren Datenpool". "Bisher dauerte es Jahre, Vorhaben dieser Art zu koordinieren, und die Ergebnisse lieferten bestenfalls eine Momentaufnahme über das Verhalten einer sehr kleinen Gruppe von Freiwilligen", so Evans. 


Autor:

W&V Redaktion
W&V Redaktion

Nicht alle W&V-Artikel erscheinen unter dem Namen eines einzelnen Autors. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum Artikel mit „W&V-Redaktion“ gekennzeichnet sind. Zum Beispiel, wenn mehrere Autoren daran mitgearbeitet haben oder wenn es sich um einen rein nachrichtlichen Text ohne zusätzliche Informationen handelt. Wie auch immer: Die redaktionellen Standards von W&V gelten für jeden einzelnen Artikel.