Telekom will Entertain-Nutzung überwachen

Wer guckt was über T-Entertain? Die Deutsche Telekom will es demnächst ganz genau wissen. Datenschützer sehen rot.

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03. Jul. 2012

Die Deutsche Telekom möchte feststellen wie erfolgreich das "Entertain-Fernsehpaket" ist. Laut "Süddeutscher Zeitung" plant sie, das Fernsehverhalten der Abonnenten aufzuzeichnen. Die Entertain Receiver solle die Daten erfassen und an die Telekom weiterleiten. Aber handelt es sich dabei wirklich nur um Datenerhebung zur reinen Produkt-Optimierung? Genau das zweifelt Datenschützer Thilo Weichert an. Er befürchtet eine mögliche Zweckentfremdung der Daten für spätere Werbezwecke.

Nach § 96 Abs. 3 des Telekommunikationsgesetzes müsse die Telekom eine Einwilligung der Kunden einholen, moniert der Datenschützer. Zum Entertain-Programm gehören auch Erotik-Angebote wie Hustler TV, Penthouse und "Lust Pur". Auch die Nutzung derartiger Kanäle könnte in Zukunft detailliert erfasst und mit Kundendaten abgeglichen werden. Datenschützer Weichert rät jedenfalls den T-Entertain-Kunden, von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch zu machen.

Die Telekom hält den Fall dagegen für unproblematisch. "Wir informieren die Kunden bereits Wochen vor der Aktion aktiv", versichert Telekom-Sprecher Philipp Blank. Die Daten würden so erhoben, dass "keine Rückschlüsse auf die Kunden möglich sind".


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