"The Guardian" späht Späh-Software aus

In einem Pilotprojekt will nun die britische Zeitung "The Guardian" erforschen, wie detailliert die Daten sind, die Cookies bei den Surfern erfassen. Die Zeitung ruft ihre Leser zum Mitmachen auf.

Text: Anja Janotta

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Cookies helfen Internet-Nutzern, schneller und umkomplizierter an ihre Informationen zu kommen. Umgekehrt aber liefern die Cookies den Websites jede Menge Informationen über die Nutzer, teilweise auch ziemlich sensible. In einem Pilotprojekt will nun die britische Zeitung "The Guardian" erforschen, wie detailliert die Daten sind, die Cookies über die Nutzer erfassen und weitermelden. Gemeinsam mit der Browser-Stiftung Mozilla hat der Verlag ein gemeinsames Projekt aufgesetzt. Damit soll erforscht werden, wer die Cookies entwickelt und wohin die Daten fließen. Derzeit versucht die Zeitung, ihre Leser zu mobilisieren und sie zur Teilnahme am Projekt zu bewegen. Sie sollen sich bei Firefox das Add-on Collusion herunterladen, dass die Cookies genau tracken und auflisten kann.

Die gesammelten Daten sollen die Leser dann dem Projekt zur Verfügung stellen. Auch die Bewegungen eines einzelnen Tages würden schon aussagekräftig genug sein, betonen die Forscher. Nur ein paar Minuten genügten, um auch Cookie-Säher zu benennen, die vielleicht gerade keinen großen Namen in der Online-Werbe- und Tracking-Welt haben. "Wir wollen herausfinden, wer die Riesen im Tracking-Spiel sind," schreibt der "Guardian". Man wolle zudem eruieren, welche Daten sie erheben und warum.


Autor:

Anja Janotta, Redakteurin
Anja Janotta

seit 1998 bei der W&V - ist die wohl dienstälteste Onlinerin des Hauses. Am liebsten führt sie Interviews – quer durch die ganze Branche. Neben der W&V-Morgenpost, Kreativ- und Karrierethemen schreibt sie ab und zu was völlig anderes - Kinderbücher. Das jüngste dreht sich um  ein paar nerdige Möchtegern-Influencer.



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