Real Madrid vs. FC Liverpool :
Todesdrohungen nach Champions-League-Finale

Selten war ein CL-Finale mit solchen Aufregern gespickt wie der Showdown zwischen Real und Liverpool. Wegen Drohungen in den sozialen Netzwerken hat sich jetzt die Polizei eingeschaltet.

Text: Markus Weber

Dass Sergio Ramos' Foul gegen Mo Salah nicht geahndet wurde, stieß in den sozialen Netzwerken auf Unverständnis.
Dass Sergio Ramos' Foul gegen Mo Salah nicht geahndet wurde, stieß in den sozialen Netzwerken auf Unverständnis.

Im Zentrum des tornadoartigen Shitstorms stehen Real-Kapitän Sergio Ramos und der deutsche Torhüter des FC Liverpool, Loris Karius. 

Real Madrids Verteidiger Ramos hatte nach einer halben Stunde den Premier-League-Torschützenkönig Mo Salah mit einem Kampfsport-Griff außer Gefecht gesetzt. Der ägyptische Nationalspieler verletzte sich dabei so schwer an der Schulter, dass sein Einsatz bei der in Kürze anstehenden Fußball-WM in Gefahr ist. Das Foul blieb allerdings ungeahndet.

Außerdem richtet sich der Zorn vieler Liverpooler Fans gegen Loris Karius, den deutschen Torhüter der "Reds". Der gebürtige Biberacher hatte mit zwei Slapstick-artigen Aussetzern die 1:3-Niederlage der Engländer maßgeblich verschuldet. Wegen Hunderter Droh- und Hassbotschaften in den sozialen Medien hat sich jetzt sogar die Liverpooler Polizei eingeschaltet. Das berichtet der "Telegraph": Sowohl Karius selbst als auch seine Familie wurden demnach mehrfach mit dem Tod bedroht.

Auch hierzulande brachte das Champions-League-Finale, das von 9,63 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt wurde (38 Prozent Marktanteil), die Gemüter zum Kochen.


Autor:

Markus Weber, Redakteur W&V
Markus Weber

ist in der Online-Redaktion für Agenturthemen zuständig. Bei W&V schreibt er seit 15 Jahren über Werbeagenturen. Volontiert hat er beim Online-Marketing-Titel „E-Market“. 2010 war er verantwortlich für den Aufbau der W&V-Facebookpräsenz. Der Beinahe-Jurist mit kaufmännischer Ausbildung hat ein Faible für Osteuropa.


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