Tomorrow Focus-Studie: Facebook ist nicht alles

Markenanhänger offenbaren am ehesten als Fan auf Facebook ihre Sympathie. Dennoch spielen auch Communities, Foren und Blogs eine wichtige Rolle - vor allem wenn es um die Produktsuche geht.

Text: Uli Busch

11. Jun. 2012

Social Media gehören zum Alltag: Rund 40 Prozent der Befragten nutzen Facebook jeden Tag. Dies ist mit Abstand der Spitzenwert unter allen Social-Media-Angeboten. Videos auf Youtube schaut sich mittlerweile fast jeder Vierte täglich an. Die Studie "Social Media Effects" von Tomorrow Focus Media zeigt auch Überraschendes: Communities, Blogs und Foren schlagen sich ebenfalls sehr gut. Mehr als ein Viertel der 1.492 Befragten aus dem Netzwerk von Tomorrow Focus Media ist mindestens täglich in der Burda-Community Lisa Freundeskreis zu Gast. Bei WomenWeb.de gilt das für jeden Fünften.

Das belegt erneut, dass in Deutschland Communities, Blogs und Foren von Marken nicht übersehen werden sollten. Denn obwohl Markenanhänger ihre Sympathie am ehesten als Fan auf Face­book offenbaren (84 Prozent), suchen immerhin zwei Drittel der Befragten in Communities, Foren und Blogs nach Informationen zu Marken und Produkten. Fan oder Follower werden die meisten (87 Prozent), weil sie von dem Produkt oder Marke überzeugt sind. Allerdings lehnen es generell viele ab (73 Prozent), sich öffentlich in sozialen Netzwerken zu Produkten oder Marken zu bekennen.

Zudem zeigt sich recht deutlich, dass unter Markenfreunden im Social Web die schweigende Mehrheit dominiert: Zwei Drittel lesen zwar die Posts und Inhalte der Marken, aber nur knapp ein Viertel kommentiert sie. Die meisten erwarten von Social-Media-Auftritten der Marken vor allem aktuelle Informationen (86 Prozent). Zudem wollen knapp 58 Prozent von der Marke selbst erstellte Inhalte dort sehen. Direkter Kontakt und Interaktion ist aber weniger als der Hälfte der Befragten wichtig.

(rp/lp/lr)

Mehr zu den Ergebnissen steht im aktuellen Kontakter 24/2012.


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