Kampf gegen Missbrauch :
Twitter: Harter Kurs gegen Cybermobbing zahlt sich aus

Die Maßnahmen, die Twitter-Chef Jack Dorsey in den vergangenen Monaten forciert hat, führen dazu, dass nun wesentlich mehr Accounts aus dem Verkehr gezogen werden.

Text: W&V Redaktion

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Twitter-Chef Jack Dorsey will Twitter zu einem "sicheren Ort der freien Meinungsäußerung" machen.
Twitter-Chef Jack Dorsey will Twitter zu einem "sicheren Ort der freien Meinungsäußerung" machen.

Twitter sieht nach jahrelanger Kritik Fortschritte im Kampf gegen Belästigungen, Mobbing und Hassrede. Der Kurznachrichtendienst gehe jeden Tag gegen zehn Mal mehr Nutzer als vor einem Jahr vor, wenn sie ihre Accounts missbräuchlich verwenden, heißt es in einem Blogeintrag. Täglich kämen Tausende Accounts hinzu, die dauerhaft gelöscht oder zumindest zeitweise blockiert werden.

Auch gegen Nutzer, die nach einer Sperre einfach neue Profile anlegen, zeigten die neuen Twitter-Systeme Wirkung. In den vergangenen vier Monaten seien doppelt so viele dieser neu angelegten Account gelöscht worden, so Twitter.

Twitter hatte im März angekündigt, dass sich der Dienst künftig nicht mehr nur auf Hinweise von Nutzern verlassen wird, sondern auch mithilfe von Software nach Profilen suchen will, von denen aus andere Nutzer angegriffen werden.

Wirkung zeigen auch die befristeten Einschränkungen, die Twitter bei Fehlverhalten auslöst - verbunden mit einer Verwarnung, warum die Maßnahme ergriffen wurde. In 65 Prozent der Fälle blieb es bei einem einmaligen Vergehen. Außerdem reduziert sich die Zahl der Missbrauchshinweise bei diesen temporär geblockten Nutzern um ein Viertel. 

Twitter wird schon länger vorgeworfen, nicht hart genug Mobbing, Belästigungen und aggressives Verhalten zu bekämpfen, auch wenn der Kurznachrichtendienst in den vergangenen Jahren immer wieder seinen Kurs dagegen verschärft hatte.

am/mit dpa


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