Martin Oetting, Mitgründer der Marketing-Community Trnd, rät Unternehmen zu einer klaren Positionierung. Entweder man fahre die "harte Linie" und betrachte Kommentare als nerviges Übel, für das man keine Ressourcen verschwende - das könne für manche Plattformen durchaus die richtige Wahl sein. Oder man steige nach klaren Regeln in den Dialog ein. In seiner eigenen Community-Arbeit praktiziert Oetting natürlich die zweite Variante. Das funktioniere aber nur, wenn jeder Beteiligte wisse, welches Verhalten toleriert wird und welches nicht. 

Harte Regeln für Social-Media-Konversation: damit tun sich viele digitale Freigeister schwer. "Es gibt in Deutschland schon genug Regeln", stöhnt ein Hamburger Agenturchef. Auch Sascha Lobo ist "kein Freund von Gebots-Forderungen". Das bekomme "so schnell einen muffig riechenden Hilfsknigge-Charakter", sagte er im W&V-Interview. Community-Experte Oetting sieht das anders: "Gemeinschaft entsteht nur dann, wenn man auch gemeinsame Regeln hat".


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Autor: W&V Redaktion

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