2700 Twitter-Accounts von Troll-Farm gefunden

Laut einer Stellungnahme von Facebook könnten Inhalte der russischen Troll-Farm "Internet Research Agency" zwischen Juni 2015 und August 2017 rund 126 Millionen Nutzer erreicht haben. Twitter gab an, mehr als 2700 Account gefunden zu haben, die dieser Agentur zugeordnet werden könnte.

Zuletzt hatte auch Google am Montag Hinweise auf den Missbrauch seiner Internet-Plattform für politische Zwecke eingeräumt. "Wir werden uns dafür einsetzen, einen Weg zu finden, diese Art von Missbrauch zu stoppen", hatte das Unternehmen am Montag erklärt. Dazu werde man mit Regierungen, führenden Nicht-Regierungsorganisationen sowie anderen Unternehmen zusammenarbeiten, um gegen Fehlinformationen vorzugehen.

Facebook verspricht mehr Transparenz

"Wir sind entschlossen, uns zu verbessern", sagte auch Facebook-Mann Stretch vor dem Senat. Konzernchef Mark Zuckerberg hatte vor wenigen Tagen angekündigt, mehr Transparenz schaffen zu wollen. So müssten Werbetreibenden künftig mehr über ihre Identität preisgeben, schrieb er auf Facebook. Politische Werbung solle als solche gekennzeichnet werden außerdem müsse offengelegt werden, wer dafür zahle.

Am Mittwoch sollen die Spitzenanwälte der drei Unternehmen vor den Geheimdienstausschüssen von Senat und Repräsentantenhaus erscheinen, die eigene Ermittlungen zur russischen Einflussnahme auf die Präsidentenwahl führen.

In den USA ist in den Gesetzen zur Wahlkampffinanzierung eine Unterstützung einer Partei oder eines Kandidaten aus dem Ausland, die als finanzieller Vorteil gewertet werden kann, unter Strafe gestellt. Dazu gehören nicht nur Spenden, sondern auch politische Anzeigen in Netzwerken.


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W&V Redaktion
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