Verbraucherschützer mahnen Google ab

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat den US-Konzern Google wegen seiner neuen Datenschutzrichtlinien abgemahnt. Der Verbraucher wisse nicht, wozu genau er seine Zustimmung erteilt und wozu nicht.

Text: Katja Schönherr

05. Mar. 2012

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat den US-Konzern Google wegen seiner neuen Datenschutzrichtlinien abgemahnt. Das berichtet "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Viele Klauseln seien zu unbestimmt formuliert und benachteiligten die Verbraucher, heißt es zur Begründung.

"Außerdem ist der neue Text gespickt von Begriffen wie 'möglicherweise', 'gegebenenfalls' oder 'unter Umständen'", kritisiert VZBV-Chef Gerd Billen gegenüber dem Hamburger Nachrichtenmagazin. "Der Verbraucher weiß am Ende nicht, wozu genau er seine Zustimmung erteilt und wozu nicht." Nach Auffassung der Verbraucherschützer fehle damit die Voraussetzung für eine rechtskonforme Datenschutzerklärung. Google habe nun bis 23. März Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben.

Der Suchmaschinen-Riese hat Anfang März eine übergreifende Nutzungsrichtlinie für sämtliche seine Dienste - etwa Google Mail, Google+ oder Google Docs - eingeführt, die allerdings keinen Hinweis darauf enthält, was mit den gesammelten Daten der Nutzer genau passiert. Datenschutzexperten fürchten, dass der Konzern damit umfassende Nutzerprofile erstellt und für Werbezwecke nutzen will.


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