Bitkom-Studie :
Virtual Reality kommt in der Realität an

Eine Bitkom-Studie belegt: Die Popularität von Virtual Reality steigt. Immer mehr Menschen kennen und nutzen die Technologie. Der Trend lässt auch Unternehmen nicht kalt.

Text: Markus Schmelzer

Mark Zuckerberg wirbt auf der MWC für Virtual Reality.
Mark Zuckerberg wirbt auf der MWC für Virtual Reality.

Die neue Technologie Virtual Reality wird immer populärer. Das ergab eine Studie des Digitalverbandes Bitkom, der 1007 Bundesbürger ab 14 Jahren zu ihren VR-Erfahrungen befragen ließ. Während sich rund jeder Dritte der Befragten vorstellen kann, eine VR-Brille zu testen, hat jeder Zehnte das bereits getan. Im Vergleich dazu konnte sich 2015 nur jeder Fünfte vorstellen, auf Virtual-Reality-basierende Technologien zu nutzen.

Die Möglichkeiten der vielseitigen Technologie scheinen unbegrenzt zu sein. Unterhaltungsangebote, wie virtuelle Achterbahnen, sind da nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt bereits zig VR-Anwendungen mit praktischem Nutzen, etwa zur planerischen Gestaltung von Wohnräumen, virtuelle Probefahrten, Produkttests unter "realen Bedingungen" sowie Flugsimulatoren. Und Greenpeace und Lockheed Martin zeigen, wie man mit etwas Kreativität an den Nordpol und sogar auf den Mars reisen kann.

"Im Bereich der Unterhaltung, in der Medienbranche oder in der Touristik wird Virtual Reality neue Erlebniswelten schaffen", sagt Timm Lutter, Experte für Consumer Electronics und Digital Media bei Bitkom. Einige Beispiele für solche Erlebniswelten listet W&V Online hier auf.

Auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg warb im März auf dem Mobile World Congress Barcelona für die technologische Neuerung. Sein Unternehmen investiert massiv in VR, 2014 übernahm Facebook Oculus VR, den Hersteller der VR-Brille Oculus Rift.   

Der Einstieg in die virtuelle Welt ist kostengünstig mit dem eigenen Smartphone möglich. Für Anfänger und Sparfüchse hat Google bereits 2014 eine Virtual-Reality-Brille aus Pappe vorgestellt: das Google Cardboard. Der Internetriese bietet dazu eine Anleitung zum Selbstbauen an. Untalentierte Bastler können aber auch ein fertiges Modell erstehen.

Die Low-End-Version einer Virtual-Reality Brille: Das Google Cardboard

Wer gleich so richtig in die virtuellen Welten eintauchen möchte, kann auch eine Brille aus dem High-End-Bereich erstehen. Ganz vorne dabei ist hier die Oculus Rift und die Samsung Gear VR. Der Kosten liegen hier zwischen 180 Euro und 540 Euro. Die Oculus Rift besitz einen eigenen Bildschirm und lässt sich direkt mit Computer oder Spielekonsole verbinden. Dadurch ist sie leistungsfähiger und bietet ein intensiveres Erlebnis. "In diesem Jahr sind neue Geräte auf den Markt gekommen, mit denen Verbraucher virtuelle Realitäten erleben können", so Lutter.

Im Oktober kommt auch die Playstation VR auf den Markt. Die neue Spielekonsole von Sony soll laut Hersteller ein einzigartiges Gamingerlebnis mit sich bringen. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen. Bisher ist von über 6 Millionen Interessenten die Rede.