Berliner Kongress im Sommer 2020

Die Berliner Veranstaltung werde "vor oder nach der Sommerpause 2020 stattfinden", verrät Muche. Das hänge auch von der Entscheidung für eine Location ab.

Wollen Muche und Schneider damit die von ihnen einst erfundene Dmexco angreifen? Muche dementiert das deutlich. "Wir machen keine neue Dmexco. D:Pulse verfolgt einen völlig anderen, innovativeren Ansatz, als einmal im Jahr ein Mega-Event zu organisieren." Die Dmexco und auch der in den letzten Jahren immens gewachsene Hamburger Branchentreff Online Marketing Rockstars seien Großveranstaltungen, betont Muche.

D:Pulse dagegen habe eher einen umfassenderen Fokus. "Die Anforderungen der Unternehmen werden immer differenzierter, die der Konsumenten immer komplexer Ein einziger großer Event kann thematisch gar nicht alles abdecken. Zudem ziehen sich Unternehmen immer mehr von Messen zurück und investieren in Formate, die nachhaltigere Kontakte versprechen."

Philip Morris wird Partner

Muche und Schneider setzen mit D:Pulse außerdem eher auf überschaubare Größenordnungen mit Teilnehmerzahlen um 1000 Besucher. Der entscheidende Unterschied aber sei: "Wir haben keinen klassischen Messeteil und planen auch keinen". Stattdessen können sich Unternehmen als Partner auf den Kongressen präsentieren. Eine erste Kooperation wurde bereits mit dem Tabakkonzern Philip Morris geschlossen.

Inhaltlich soll es bei D:Pulse um die großen übergreifenden Themen der Digitalisierung gehen. Die Folgen der digitalen Disruption für den Alltag der Konsumenten und Unternehmen stehen im Mittelpunkt, aber auch gesellschaftliche Diskurse wie Nachhaltigkeit und Diversität. Marketing- und Kommunikationsprofis sollen dennoch konkrete Anregungen für ihre Arbeit mitnehmen können. "Wir gehen zwar auf eine Metaebene, brechen diese Themen aber dann auf Marketing, Media- und Kommunikationsthemen herunter", erklärt Muche. Er ist überzeugt: "Es gibt ein großes Bedürfnis dafür, diese Zusammenhänge besser und innovativer zu erklären".


Autor:

Thomas Nötting
Thomas Nötting

ist Leitender Redakteur bei W&V. Er schreibt vor allem über die Themen Medienwirtschaft, Media und Digitalisierung.