Diese Branchen werden von Fragen überschüttet werden.

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 Die Ergebnisse der Veritas-Studie zeigen den Autoren zufolge auch, dass Verbraucher mehr Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten wollen, da sie Unternehmen immer weniger zutrauen, ihre Daten zu schützen. Verbraucher möchten Organisationen demnach außerdem stärker auf die Probe stellen, ob sie deren Rechte einhalten.

"Die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit der Nutzung personenbezogener Daten bei Social-Media-Dienstleistern und Dritten haben dazu geführt, dass Verbraucher sich viel mehr dafür interessieren, wie Firmen ihre Daten nutzen und speichern", sagt Mathias Wenig, Senior Manager Technology Sales und Digital Transformation Specialist bei Veritas. Er rät Unternehmen: "Nur wenn sie zeigen können, dass sie eine kluge Governance-Strategie verfolgen und die Vorgaben der Verordnung erfüllen, werden sie das Vertrauen ihrer Kunden gewinnen."

Die Sorgen der Nutzer ...

Die Sorgen der Nutzer ...

Gefragt wurde in der Studie auch nach den Gründen für eine Abfrage von Daten:

  • Ein klares Verständnis davon, welche Daten Firmen von ihnen speichern: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) wollen exakt wissen, welche personenbezogenen Daten Unternehmen erfassen und verarbeiten.
  • Mehr Kontrolle über personenbezogene Daten: 46 Prozent der Befragten fühlen sich unwohl, wenn ihre Daten auf Systemen liegen, über die sie keine Kontrolle haben.
  • Datenlecks werden Anfragen auslösen: 50 Prozent der Befragten werden ihr Recht nach Auskunft und Löschen einfordern, sobald bei einem Unternehmen, das personenbezogene Daten von ihnen gespeichert hat, ein Datenleck vorliegt.
  • Unternehmen haben Vertrauen verloren: Mehr als ein Drittel (39 Prozent) wollen ihre Datenschutzrechte ausüben, da sie den Firmen nicht zutrauen, ihre Daten effektiv zu schützen.
  • Verbraucher wollen Unternehmen auf die Probe stellen: Fast ein Drittel (32 Prozent) wollen prüfen, ob die Unternehmen ihre Rechte wertschätzen, bevor sie weiterhin mit ihnen Geschäfte machen.
  • Einige wenige Verbraucher wollen sich rächen: Vier Prozent der Verbraucher wollen ihre Rechte nur ausüben, um denjenigen Firmen zu schaden, von denen sie sich schlecht behandelt fühlen.

Aber: Viele Verbraucher rechnen gar nicht damit, dass die Firmen ihre Anfragen im Sinne der Verordnung beantworten können. Die große Mehrheit (85 Prozent) meint laut Studie, dass Unternehmen nicht in der Lage sein werden, alle personenbezogenen Daten zu finden und/oder zu löschen. Und 26 Prozent der Befragten erwarten, dass Firmen höchstens die Hälfte ihrer personenbezogenen Daten liefern werden.

Welche Probleme die WhatsApp-Nutzung aufwirft

Apropos WhatsApp: Auf eine möglicherweise rechtswidrige Nutzung des Facebook-Dienstes durch Unternehmen weist aktuell der Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, Cornelius Matutis aus Potsdam hin. Die legale Nutzung gestalte sich als schwierig, betont er. Und: "Beachten Unternehmen die Vorgaben der DSGVO nicht, ist die Nutzung sogar rechtswidrig."

Denn die Firmen geben WhatsApp automatisch Zugriff auf die im Handy gespeicherten Kontakte. "Hierbei handelt es sich um die Übertragung personenbezogener Daten an ein Unternehmen in den USA. Grundsätzlich ist dies nur mit vorheriger Einwilligung des entsprechenden Kontaktes möglich", so der Anwalt. Erfolge keine Einwilligung, "handelt es sich um Datenweitergabe, die gegen Art. 6I DSGVO verstößt".

Zudem stelle die Weitergabe eine Auftragsdatenverarbeitung dar. Eine solche Weitergabe erfordere zwingend einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung zwischen Unternehmer und WhatsApp. Und: "Typischerweise wird diese Voraussetzung nicht erfüllt und Unternehmen nutzen WhatsApp rechtswidrig", so Cornelius Matutis.

Praxis-Check für Ihre Daten nötig? Hier geht's zum neuen W&V Report. Und wie es beispielsweise für Fotografen mit dem Recht am Bild weitergeht - das lesen Sie hier


Autor:

Petra Schwegler, Redakteurin
Petra Schwegler

Die @Schweglerin der W&V. Schreibt seit mehr als 20 Jahren in Print und Online über Medien - inzwischen auch jede Menge über Digitales. Lebt im Mangfalltal, arbeitet in München.