"Welcome Goodbye": Wenn der Internet-Schwarm Kreativprojekte finanziert

In Deutschland schießen Crowdfunding-Portale wie Pilze aus dem Boden. Noch geht es um kleine Summen für Indie-Projekte. Das zukünftige Potenzial zeigen die USA.

Text: Judith Pfannenmüller

22. Mar. 2012

Gut 5600 Euro hat die unabhängige Berliner Dokufilmerin Nana Rebhan für ihr neuestes Filmprojekt Welcome Goodbye auf dem Crowdfundingportal Startnext eingesammelt 30 000 will sie insgesamt bei ihren 5000 Facebook-Fans und über eine Kampagne auf YouTube und anderen Social Media Kanälen bei weiteren Interessierten lockermachen - für eine Doku über den anschwellenden Touristenstrom in Berlin und das Hauptstadtphänomen der militanten Touri-Hasser.

Gelänge es Rebhan, diese Summe über Schwarmfinanzierung zu holen, wäre das die größte Summe, die für einen unabhängigen Film in Deutschland bisher zusammengekommen wäre.

Der PR-Rummel um das Crowdfunding für die Stromberg-Kinoproduktion von Brainpool hat die Aufmerksamkeit auf die Schwarmfinanzierung als mögliche Finanzierungsalternative vor allem für Filme gelegt. Hierzulande steckt die neue Bezahlkultur noch in der Pionierphase.

Wie die Schwarmfinanzierung in Zukunft zur echte Finanzierungsalternative auch für Produktentwickler werden kann, zeigen Beispiele aus den USA. Wie zum Beispiel der renommierte Desigen Scott Wilson eine Million Dollar im Online-Vorverkauf für ein I-Pod-Nano-Accessoire einsammelte, lesen Sie in der aktuellen W&V.


Autor:

Judith Pfannenmüller
Judith Pfannenmüller

ist Korrespondentin für W&V in Berlin. Sie schaut gern hinter die Kulissen und stellt Zusammenhänge her. Sie liebt den ständigen Wandel, den rauhen Sound und die thematische Vielfalt in der Hauptstadt.



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