Der britische Konzern hatte erst Ende Juli seine Umsatzprognose gesenkt und rechnet jetzt nur noch mit einem kleinen Wachstum. Im zweiten Quartal hatte WPP dabei weniger umgesetzt als erwartet. Auch in Deutschland machen sinkende Werbegelder den Medien zu schaffen: So hatte der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 jüngst eingeräumt, dass sich die Werbeeinnahmen im dritten Quartal schlechter entwickelten als erwartet und seine Prognose für den TV-Werbemarkt gesenkt. Konzernchef Thomas Ebeleing geht im "Handelsblatt" jedoch von einer spürbaren Verbesserung der Werbeumsätze im Schlussquartal aus und hält die Schwäche im TV-Werbemarkt für "temporär" nicht strukturell".

Um auf das veränderte Fernsehverhalten der Zuschauer zu reagieren, will Ebeling den Konzern umbauen und setzt auf eine neue Struktur mit den drei Säulen Entertainment, TV-Produktion und digitale Geschäfte. Dadurch erhofft sich der Konzernchef Einsparungen. Zudem soll Werbung verstärkt auf den jeweiligen Zuschauer zugeschnitten werden. Für die beiden letztgenannten Säulen sucht ProSieben Partner und Investoren, auch einen möglichen Teilbörsengang schließt der Konzern für die beiden Segmente nicht aus. (app/dpa)


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W&V Redaktion
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