"Your voice": Facebook stellt Datenschutz-Richtlinien zur Abstimmung

Facebook gibt sich basisdemokratisch und lässt die User über die Änderungen seiner Nutzungsbedingungen abstimmen. Allerdings müssten sich mindestens 30 Prozent aller Mitglieder beteiligen, damit Facebook das Ergebnis als bindend betrachtet.

Text: Uli Busch

Facebook gibt sich basisdemokratisch: Unter dem Motto "Your voice. your vote" lässt das sozialen Netzwerk seit dem 1. Juni seine User über die neuen Nutzungsbedingungen abstimmen. Diese Maßnahme ergreift Facebook, nachdem Anfang Mai schon zehntausende Nutzer dem Aufruf des Netzwerks, ihre Meinung kund zu tun, gefolgt waren, und die geplanten Änderungen der Datenschutz-Richtlinien kritisch kommentiert hatten.

Jetzt sind die rund 900 Millionen Facebook-Mitglieder erneut aufgerufen, bis zum 8. Juni 18 Uhr auf Facebook Site Governanace Vote ihre Stimme abzugeben. Wirklich etwas zu befürchten hat Facebook aber nicht: das Ergebnis werde laut Elliot Schrage, Kommunikationschef bei Facebook, nur dann als bindend betrachtet, wenn die Beteiligung bei mehr als 30 Prozent liege, berichtet die Zeit. Dafür müssten aber 270 Millionen User teilnehmen. Das scheint unrealistisch, da wohl die meisten Mitglieder überhaupt nicht von der Abstimmungsmöglichkeit erfahren werden. Facebook verbreitet diese Information nämlich nur über die Facebook Site Governance, die aber laut Zeit nur 2,1 Millionen User abonniert haben.