Nach Einschätzung von Facebook könnten die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein - darunter potenziell von gut 70 Millionen Amerikanern. Cambridge Analytica selbst erklärte, man habe Informationen zu 30 Millionen Nutzern erhalten.

Facebook wusste seit Ende 2015 von der unerlaubten Datenweitergabe - gab sich aber mit der Zusicherung zufrieden, dass sie vernichtet worden seien und informierte die Nutzer nicht. Das wird erst jetzt nachgeholt.

Zudem räumte Facebook vergangene Woche ein, dass es möglich war, massenhaft öffentlich zugängliche Informationen der Nutzer abzugreifen, wenn man deren Telefonnummer oder E-Mail-Adresse hatte.

Schärferer Datenschutz für die Zukunft ...

Zuckerberg ist schon seit Tagen bemüht, die Situation zu entschärfen. In Blogeinträgen und einer Telefonkonferenz mit Journalisten räumte er Fehler ein und versprach schärferen Datenschutz für die Zukunft. Zudem reduzierte Facebook bereits den Zugriff von App-Entwicklern auf Nutzerinformationen deutlich und Nutzer bekamen mehr Möglichkeiten zum Schutz ihrer Privatsphäre gemäß EU-Datenschutzgrundverordnung.

Zugleich warnte der US-Unternehmer  aber vor einem wirtschaftlichen Schaden, der Facebook durch mehr Sicherheitsvorkehrungen drohe. Ob gerade jetzt ein guter Zeitpunkt für die Äußerung solcher Bedenken ist, sei dahingestellt.

W&V Online/dpa


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W&V Redaktion
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