Netzwerkpolitik :
Zuckerberg sieht 2018 als Schlüsseljahr für Facebook

Russische Manipulationsversuche im US-Wahlkampf, Streit um das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, Facebook hat jede Menge Ärger: Für 2018 verspricht Mark Zuckerberg den Befreiungsschlag.

Text: Markus Weber

Facebook-Chef Mark Zuckerberg möchte die Probleme in den Griff kriegen.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg möchte die Probleme in den Griff kriegen.

126 Millionen US-Facebook-Nutzer haben zwischen 2015 und 2017 Inhalte der berüchtigten Kreml-nahen Trollfabrik aus dem russischen Sankt Petersburg erhalten. Übelste Propaganda und Manipulationsversuche sind auf Facebook ebenso Alltag wie die Verbreitung von Hass und Volksverhetzung. Das auf Justizminister Heiko Maas zurückgehende "Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken" (NetzDG) wirkt eher wie ein hilfloser Versuch, dem Problem in irgendeiner Weise Herr zu werden.

In seinem Neujahrspost verspricht Mark Zuckerberg nun, die Probleme im Laufe des Jahres in den Griff zu bekommen. In seiner beklemmenden Statusmeldung schreibt der Facebook-Chef, er fühle sich derzeit an das Jahr 2009 erinnert. Die Gesellschaft sei gespalten, die Stimmung von Angst geprägt. Er sehe es als seine Aufgabe an, die Facebook-User vor Beschimpfungen, Schmähungen und dem Missbrauch der Plattform zu beschützen. Auch müsse die Gemeinschaft "vor dem Eingriff von Nationalstaaten" geschützt werden.

Wie all das geschehen soll? Darüber denke er derzeit intensiv nach. Er freue sich auf den Austausch mit Experten zu dem Thema. Die Blockchain-Technologie könne einerseits bei der Lösung der Probleme helfen. Andererseits berge diese aber auch schwer kontrollierbare Risiken.

Ziel müsse es sein, zu garantieren, dass die Zeit, die wir auf Facebook verbringen, eine sinnvoll verbrachte Zeit sei, so Zuckerberg.