Zugleich zeigte sich dabei aber auch, dass die Menschen seltener auf Überschriften klicken, die nicht mit ihrer Meinung übereinstimmen. Man neige dazu, Dinge auszublenden, die nicht der eigenen Weltsicht entsprächen, sagte Zuckerberg. "Ich weiß nicht, was man dagegen unternehmen kann."

Der für Produktmanagement zuständige Facebook-Manager Adam Mosseri räumte zugleich ein, das Online-Netzwerk müsse mehr unternehmen, um gefälschte Nachrichten zu entdecken und herauszufiltern. Facebook habe zwar jetzt schon Verfahren, um Falschmeldungen zu erkennen. "Trotz dieser Anstrengungen ist uns bewusst, dass wir so viel mehr machen müssen."

Facebook war mitten im Wahlkampf vorgeworfen worden, Mitarbeiter hätten in den Nachrichten-Trends in den USA Berichte über konservative Politiker unterdrückt. Das Online-Netzwerk fand in einer internen Untersuchung keine Belege für eine bewusste Manipulation, inzwischen werden die Nachrichten-Trends aber weitgehend von Algorithmen ohne menschliches zutun erstellt. Seitdem rutschten dort immer wieder gefälschte News durch. (mit dpa)

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W&V Redaktion
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