Kreation des Tages:
Das ist der drastische "Die Partei"-Spot

"Die Partei" und Sea-Watch veröffentlichen ihren dramatischen Spot zur Europawahl. Das Thema: die Seenotrettung.

Text: Ulrike App

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Am Mittwochabend strahlte das ZDF den "Die Partei"-Werbespot zur Europawahl aus - nachdem die Satire-Truppe und die NGO Sea-Watch leichte Veränderungen an dem Clip vorgenommen hatten. In der ersten Variante begann der 80-Sekünder mit den Worten: "Die nachfolgende Wahlwerbung ist keine Wahlwerbung. Für den Inhalt des Films ist ausschließlich die EU verantwortlich."

Die neue Version entspreche den Anforderungen, so eine ZDF-Sprecherin. Der Grund für die vorherige Ablehnung: Der Spot habe die Voraussetzungen des ZDF-Staatsvertrags für das Einräumen von Sendezeit anlässlich der Wahl zum Europäischen Parlament nicht erfüllt. Es sei ein Aufruf zur Unterstützung der Organisation Sea-Watch gewesen, die sich für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer einsetzt. Sprich: Für den Zuschauer sei in dem ursprünglichen Spot nicht ersichtlich gewesen, dass es sich um Wahlwerbung handele.

Sea-Watch hat eine Kampagnen-Website zu #HoldYourBreath eingerichtet. "Wir bedanken uns herzlich beim ZDF für die zusätzliche Aufmerksamkeit", so Sea-Watch-Aktivist Ruben Neugebauer. Große und kleine Provokationen gehören schon immer zur "Die Partei"-Wahlkampf-Strategie.  


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Ulrike App
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ist bei W&V Online für Digitalthemen zuständig. Und das hat nicht nur mit ihrem Nachnamen zu tun, sondern auch mit ihrer Leidenschaft für Gadgets und Social Media. Sie absolvierte vor ihrer Print-Zeit im Marketing-Ressort der W&V die Berliner Journalisten-Schule und arbeitete als freie Journalistin.


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