Kreation:
SPD lockt mit Clemens Schick zur Europawahl

Knutschende Paare, lachende Kinder, Schauspieler Clemens Schick, Justizministerin Katarina Barley und noch viel mehr: Die SPD lockt mit einem Vignettenfilm zur Europawahl.

Text: Rolf Schröter

Katarina Barley, die Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl am 26. Mai
Katarina Barley, die Spitzenkandidatin der SPD für die Europawahl am 26. Mai

„Ist der SPD-Spot zur Europawahl gelungen?”

Die Agentur Richel, Stauss fand über qualitative Forschung heraus, dass es in Deutschland eine große Zustimmung für ein geeintes Europa gibt. Gerade in einer Zeit voller Brexit- und Trump-Nachrichten. Und, so die Berliner Kreativstrategen, dass für ein solch geeintes Europa der SPD dabei eine entscheidende gestaltende Rolle zugeschrieben wird.

Und so konzipierte Richel, Stauss einen Film für die SPD-Spitzenkandidatin zur Europawahl am 26. Mai, der die Menschen emotional mitnehmen soll und Frieden, Zusammenhalt, Klimaschutz und das Miteinander thematisiert. Man könnte auch sagen: Es ist ein Vignettenfilm geworden.

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Aber immerhin hat Katarina Barley einige prominente Unterstützerinnen und Unterstützer gewinnen können. Den Schauspieler Clemens Schick zum Beispiel, der dem Spot auch seine Stimme gibt. Und Mo Asumang, Edin Hasanovic, Hans-Werner Meyer und Dergin Tokmak. Sie alle arbeiten jetzt für den Hashtag #europaistdieantwort, um die Conversion Rate zu steigern. Deshalb heißt es am Schluss des Einminüters: "Am 26. Mai SPD wählen!"

Umgesetzt wurde der Spot von der Produktion Doity unter der Regie von Sergej Moya.

Auf Seiten von Richel, Stauss zeichnen für die kreative Umsetzung Franziska Raether (Art) und Daniel Solbach (Text) verantwortlich mit Unterstützung durch Malte Jensen und Jan Illmann. Die Beratung liegt bei Britta Rasmussen und Darius Youssofi. Richel, Stauss hat übrigens auch die digitale Betreuung der Wahlkampf-Kanäle der SPD übernommen.

Die SPD-Strategie

Mit Angriffen auf die CDU und der Forderung nach europaweiten Mindestlöhnen will die SPD bei der Europawahl aus dem Umfragekeller kommen. Einstimmig beschlossen die 200 Delegierten eines SPD-Konvents am Samstag in Berlin das Wahlprogramm mit den Schwerpunkten Soziales, Steuern und Frieden. Die Abstimmung am 26. Mai riefen die Sozialdemokraten zur Richtungsentscheidung gegen das weitere Erstarken von Rechtspopulisten in Deutschland und der EU aus.

Die Europawahl ist der erste bundesweite Stimmungstest seit der Bundestagswahl. Derzeit erreicht die SPD nur Umfragewerte zwischen 16 und 18 Prozent. Bei der Europawahl 2014 war die Partei auf 27,3 Prozent gekommen, bei der Bundestagswahl 2017 auf 20,5 Prozent.

Übrigens: Bei der geplanten europaweiten Urheberrechtsreform unterstützte die SPD mit einem Beschluss ihre Europaabgeordneten, sich bei der geplanten Abstimmung am Dienstag gegen die umstrittenen Upload-Filter für Internetportale wie YouTube zu stemmen.

„Ist der SPD-Spot zur Europawahl gelungen?”


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Rolf Schröter
Rolf Schröter

Als Mitglied der Chefredaktion und neugieriger Kurpfälzer interessiert sich Rolf Schröter prinzipiell für alles Mögliche. Ganz besonders mag er, was mit Design und Auto zu tun hat.


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