Virtual Reality:
Für wen sich Virtual-Reality-Marketing wirklich lohnt

Kein Thema erhitzt die Gemüter gerade mehr als Virtual Reality. Sie entführt den Betrachter in fremde Welten, weckt ungeahnte Emotionen und - bringt Marketer zum Träumen. Sie sehen in VR die nächste große Content-Plattform. Doch nicht für jeden eignet sich die Technik.  

Text: Gabriella Maria Bassu

Der Outdoorhersteller Moosejaw schickt die Kunden auf virtuelle Klettertouren.
Der Outdoorhersteller Moosejaw schickt die Kunden auf virtuelle Klettertouren.

Lufthansa macht es, die Telekom, die Deutsche Bahn, Tempo, Ikea, sogar die Sparkasse: Virtual Reality (VR). Nun verhält es sich so, dass das, was alle machen, nicht automatisch gut ist. Und auch nicht für jeden geeignet.

Das gilt besonders für Virtual-Reality-Kampagnen: Mit Kleopatra eine Schale Kellogg’ s schlürfen. Muss das sein? Einen 360-Grad-Rundumblick in das ICE-Werk der Deutschen Bahn werfen? Mäßig spannend. Sich den neuen Audi auf dem Mond zusammenstellen? Bizarr.

VR entführt Zuschauer in fremde Welten, das gilt natürlich auch für die VR-Marketingkampagnen. Manche von ihnen sind sinnvoll. Manche nicht. Manche sogar peinlich. Trotzdem fluten Agenturen und werbungtreibende Unternehmen die Kanäle mit VR-Kampagnen.

Zu Recht. Für Werbungtreibende ensteht mit VR eine zusätzliche Plattform, auf der sie ihre Marke präsentieren können. Eine Anziehungskraft, die vor allem im Gefühl begründet ist: Brillen wie Oculus Rift, HTC Vive oder Samsung Gear VR lassen Zuschauer komplett in fremde Welten eintauchen.

Erlebnisse, die die meisten Nutzer so noch nie erfahren haben. Deshalb berührt VR wie kein anderes Medium die Gefühlswelt der Kunden. Ein Ziel im Marketing ist es, die Käufer emotional an eine Marke zu binden. Gerade deshalb sollten Marketer beim Thema VR nicht Herz, sondern Hirn entscheiden lassen. Schon allein weil es Geld kostet. Erst Recht dann, wenn man VR richtig macht. Wer vorschnell handelt oder an der falschen Stelle spart, produziert hohe Kosten oder schlechte Filme. Das muss alles nicht sein, denn passende Alternativen finden sich reichlich. Um sie zu finden, genügen wenige Fragen:

• Was ist mein Produkt? – VR passt besonders gut zu ohnehin emotional aufgeladenen Marken.

• Welche Story soll erzählt werden? – Das Medium allein ist noch nicht die Botschaft.

• Wie hoch ist das Budget? – Zwischen 50 000 und 150 000 Euro kann eine VR-Kampagne durchaus kosten.

• Wer soll erreicht werden? – Nur wenige Endkunden besitzen Highend-Brillen wie Oculus Rift oder HTC-Vive.

• Kann die VR-Kampagne verlängert werden? – VR Aktionen finden oft auf Events statt. Solche Kampagnen erreichen nur wenige Besucher.

Ausführliche Tipps für VR-Kampagnen und Beispiele lesen Sie im Artikel "In die Röhre geschaut" in der aktuellen W&V 37. Weitere Cases finden Sie auch unter www.wuv.de/virtualreality


Autor:

Gabriella Maria Bassu
Gabriella Maria Bassu

Gabriella Bassu ist Teil des Teams Digital Storytelling, der Entwicklungsredaktion des Verlags Werben und Verkaufen. Als Head of Video ist sie für die Konzeption und Umsetzung von Bewegtbildinhalten zuständig. Mit gleicher Leidenschaft schreibt sie für Online, Social Media und Print. Ihre Schwerpunktthemen sind digitales Business, digitale Transformation, Tech und Handel.


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